COMPUTER AIDED ENGINEERING (CAE)- BEISPIEL AUS DER PRAXIS

Für eine Resonanzkokille (Einsatz in der Hüttentechnik) wird das dynamische Verhalten untersucht. Gesucht sind alle Eigenfrequenzen unter 40 Hz und die dazugehörigen Eigenformen.
Für die Abbildung und die Berechnung der Eigenfrequenzen wird zum Beispiel das Programm I- DEAS verwendet.

Die Resonanzkokille wird mit parabolischen Schalen- und Volumenelementen abgebildet. Die Biegefedern (blau) und der Zylinder werden mit Balkenelementen mit der entsprechenden Steifigkeit abgebildet.
An den unteren Außenkanten des Zwischenstands werden alle Punkte fest eingespannt. Die Massen der einzelnen Bauteile werden in der dynamischen Finite- Elemente- Analyse berücksichtigt.
Es wird ein isotropes, ideal- elastisches Materialverhalten für Stahl vorausgesetzt.
Im oberen linken Bereich stehen die Programmdaten: Ergebnisse des Normal Mode 1 (Eigenform der 1. Eigenfrequenz) unter Displacement 1 (normierte Verformung), Magnitude (Größe der maximalen Verschiebung).
Im Color Bar sind die dazugehörigen Verformungen des Systems farbig am rechten Rand dargestellt.
Diese Eigenform ist auf die maximale Verschiebung normiert. Bei einer dynamischen Berechnung werden die Eigenformen aller beteiligten Eigenfrequenzen anteilmäßig gewichtet und zur Gesamtverformung addiert.
Die 1. Eigenform für die Frequenz f1 = 23,95 Hz

ist eine Biegefrequenz, die der statischen Auslenkung entspricht.
Die 2. Eigenform für die Frequenz f2 = 26,53 Hz schwingt quer zu den Biegefedern und taucht etwas.

Die 3. Eigenform für die Frequenz f3 = 31,24 Hz ist eine Torsionsfrequenz.