KREATIVITÄTS- UND ZEITMANAGEMENT VON A- Z
Prof. Dr.- Ing. Annette Kunow ist seit 1988 Professorin für Mechatronik und Maschinenbau an der Hochschule Bochum, Unternehmerin und Künstlerin. Seit 1991 stellt sie aus.
Kreativität wird in der Wirtschaft dringend gebraucht. Durch sie steigert sich die Unternehmenseffektivität, durch sie werden die Fähigkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöht. Hier stellt sie Ihnen ihr gebündeltes Know- How zur Verfügung!
Alle von den Gruppenmitgliedern eingebrachten Ideen werden
festgehalten, zum Beispiel auf einem Flip- Chart
oder mit Hilfe von Merkkarten.
Die jetzt gesammelten Ideen werden zu diesem Zeitpunkt nicht bewertet
oder beurteilt, zu diesem Zeitpunkt
auch noch nicht besprochen, außer um etwaige Missverständnisse
klarzustellen, und noch nicht sortiert. Auch
"weit hergeholte" Ideen werden offen angenommen. Die Diskussion darüber
findet später statt, dann kann man
immer noch streichen. Wiederholungen sind in Ordnung und werden zu
diesem Zeitpunkt nicht kontrolliert oder
gar aussortiert. Der Prozess könnte dadurch unterbrochen werden. Hier
geht Quantität vor Qualität. Je mehr
Ideen festgehalten werden, desto größer ist die Möglichkeit, eine
nützliche zu finden.
Die Brainstorming- Sitzung darf nicht zu früh beendet werden. Wenn der
Ideenfluss abschwillt, ist eine kurze
(Denk-) Pause nützlich. Danach kann das Brainstorming wieder
aufgenommen werden.
Danach führt die Gruppe gemeinsam eine Durchsicht und Strukturierung
der neu gefundenen Ideen durch. Jetzt
wird sortiert, beurteilt und verworfen.
Dazu ist im allgemeinen ein Moderator notwendig, der die Gruppe leitet.
Diese Rolle fällt in einem Projekt
dem Projektleiter zu.
Häufig gelingt es nur unvollständig, die Ergebnisse einer
Brainstorming- Sitzung zu entwirren, insbesondere
dann, wenn bereits einige Zeit seit der Sitzung verstrichen ist und die
logische Weiterentwicklung der
Ideen nicht mehr klar nachvollziehbar ist.
Oft wird in Brainstorming- Sitzungen beobachtet, dass das Verfahren
nicht richtig angewandt. Viele Moderatoren
lassen sich nicht die Zeit, Ideen ohne Bewertung zu sammeln. Ein
sofortiges Sortieren gleicht dabei einer
Zensur: jetzt assoziieren die Teilnehmer nicht mehr frei, sondern
fragen sich, was in das gegebene Schema
passt.
Ein weiterer Fehler ist, dass der Moderator nicht konsequent in der
Durchsicht und Strukturierung ist. Wenn
nach einer Brainstorming- Sitzung kein logisches Ende gefunden wird,
möglicherweise auch mit weiteren offenen
Aufgaben, verlieren die Teilnehmer die Lust an dieser sehr effizienten
Methode.
Gerade bei abstrakten Projekten, zum Beispiel Entwicklungsprojekten
oder wissenschaftlichen Arbeiten, ist es
schwierig, eine zündende Idee oder das entsprechende Thema zu finden.
Dann kann man sich dem Thema auch über
eine Mind- Map nähern.
Wenn Sie noch mehr über das Coaching von Teams in schwierigen Situationen erfahren wollen, schauen Sie doch auch unter Technisches Coaching.
Viel Erfolg bei Ihrer nächsten kreativen Aktion wünscht Ihnen Annette Kunow. . .
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