PROJEKTMANAGEMENT & TECHNISCHES COACHING VON A- Z

Prof. Dr.- Ing. Annette Kunow ist seit 1988 Professorin für Mechatronik und Maschinenbau an der Hochschule Bochum und Unternehmerin und arbeitet seit 1984 im Projektmanagement.

Durch die sehr schlanken Hierarchien in den heutigen Unternehmen wird die gezielte Steuerung auch von kleineren Projekten und die gekonnte Menschenführung zum Gradmesser des Projekterfolges. Dabei ist das Zusammenspiel dieser Faktoren und die Anforderungen an den Projektleiter von großer Bedeutung. Hier stellt sie Ihnen ihr gebündeltes Know- How zur Verfügung!

B - wie Brainstorming ... Wie sieht erfolgreiches Brainstorming aus?

Alle von den Gruppenmitgliedern eingebrachten Ideen werden festgehalten, zum Beispiel auf einem Flip- Chart oder mit Hilfe von Merkkarten.

Ideen werden zu diesem Zeitpunkt nicht bewertet oder beurteilt, zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht besprochen, außer um etwaige Missverständnisse klarzustellen, und noch nicht sortiert. Auch weit hergeholte Ideen werden offen angenommen. Die Diskussion darüber findet später statt, dann kann man immer noch streichen. Wiederholungen sind in Ordnung und werden zu diesem Zeitpunkt nicht kontrolliert oder gar aussortiert. Der Prozess könnte dadurch unterbrochen werden.
Hier geht Quantität werden, desto größer ist die Möglichkeit, eine nützliche zu finden.

Die Brainstorming- Sitzung darf nicht zu früh beendet werden. Wenn der Ideenfluss abschwillt, ist eine kurze (Denk-) Pause nützlich. Danach kann das Brainstorming wieder aufgenommen werden.

Danach führt die Gruppe gemeinsam eine Durchsicht und Strukturierung der neu gefundenen Ideen durch. Jetzt wird sortiert, beurteilt und verworfen.

Dazu ist im allgemeinen ein Moderator notwendig, der die Gruppe leitet. Diese Rolle fällt im Projekt dem Projektleiter zu.

Häufig gelingt es nur unvollständig, die Ergebnisse einer Brainstorming- Sitzung zu entwirren, insbesondere dann, wenn bereits einige Zeit seit der Sitzung verstrichen ist und die logische Weiterentwicklung der Ideen nicht mehr klar nachvollziehbar ist.

Oft wird in Brainstorming- Sitzungen beobachtet, dass das Verfahren nicht richtig angewandt wird. Viele Moderatoren lassen sich nicht die Zeit, Ideen ohne Bewertung zu sammeln. Ein sofortiges Sortieren gleicht dabei einer Zensur: jetzt assoziieren die Teilnehmer nicht mehr frei, sondern fragen sich, was in das gegebene Schema passt.

Ein weiterer Fehler ist, dass der Moderator nicht konsequent in der Durchsicht und Strukturierung ist. Wenn nach einer Brainstorming- Sitzung kein logisches Ende gefunden wird, möglicherweise auch mit weiteren offenen Aufgaben, verlieren die Teilnehmer die Lust an dieser sehr effizienten Methode.

Gerade bei abstrakten Projekten, zum Beispiel Entwicklungsprojekten oder wissenschaftlichen Arbeiten, ist es schwierig, eine zündende Idee oder das entsprechende Thema zu finden. Dann kann man sich dem Thema auch über eine Mind- Map nähern.

Wenn Sie noch mehr über das Coaching von Teams in schwierigen Situationen erfahren wollen, schauen Sie doch auch unter Technisches Coaching.

Viel Erfolg bei Ihrem nächsten Projektmanagement wünscht Ihnen Annette Kunow. . .

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