PROFESSIONELLES PROJEKTMANAGEMENT- ZÜNDENDE IDEEN
Wer erfolgreich Projekte durchführen will, braucht Werkzeuge zur
Ideenfindung und Problemlösung. Projektleiter haben damit zum einen die
Möglichkeit, auch bei abstrakten Aufgabenstellungen gute Ideen zu
finden. Zum anderen hilft ihnen die professionelle Kommunikation,
angemessen zu reagieren und die Ursachen für Konflikte festzustellen.
Es gibt eine ganze Reihe von Werkzeugen und Hilfsmitteln zur
Ideenfindung. Das Brainstorming etwa ist eine informelle Arbeitsweise,
die das kreative Potenzial einer Gruppe durch freie Ideenassoziation
anzapft: Die Idee eines Gruppenmitglieds löst bei anderen
Gruppenmitgliedern Assoziationen und neue Ideen aus. Ein anderes
Hilfsmittel ist die Mind-Map-Methode, die durch eine Kombination von
Bildern, grafischen Elementen (Linien, Boxen) und Schlagwörtern dafür
sorgt, dass die Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Aspekten
der Ideensammlung für jeden klar ersichtlich sind.
Diese Methoden kommen in vielen Bereichen zur Anwendung – bei der
Analyse und Bewertung von Organisations- und Führungsstrategien ebenso
wie bei der Vermittlung von Wegen zur Lösung von Führungsaufgaben oder
beim Training in der Unternehmens- und Mitarbeiterführung.
Prozesse ganzheitlich sehen
Jeder Mensch hat sein eigenes bevorzugtes Wahrnehmungssystem. Der eine
liest gern Berichte, bevorzugt also das Auge, der andere telefoniert
gern, ist also stärker auditiv orientiert. Der Projektleiter muss dies
herausfinden, um die Mitarbeiter „dort abzuholen, wo sie stehen."
Der Projektleiter ist immer auch der Moderator des Teams. Er hat jedoch
selten eine spezielle Ausbildung dafür, deshalb kommt es in der
Anwendung der Kreativitätsmethoden häufig zu Problemen. Beispielsweise
gelingt es oft nur unvollständig, die Ergebnisse einer
Brainstorming-Sitzung zu entwirren, besonders wenn bereits einige Zeit
seit der Sitzung verstrichen und die logische Weiterentwicklung der
Ideen nicht mehr klar nachvollziehbar ist.
Entscheidend ist deshalb die richtige Planung. Planung bedeutet nicht
nur die Bestimmung von Terminen und Stichtagen. Sie erfordert vielmehr
die Fähigkeit, einen Prozess als Ganzes zu überdenken, um das
Zusammenspiel der einzelnen Gedanken zu erkennen und die Prioritäten so
zu setzen, dass erstrangige von zweitrangigen Aktivitäten getrennt
werden.
Vom problemorientierten „Weg von“ zum lösungsorientierten „Hin zu“
Überall, wo Menschen in enger Beziehung zueinander stehen, gibt es
Konflikte, die, wenn sie nicht bewältigt werden, einen Teil unserer
verfügbaren Energie blockieren. Die professionelle Kommunikation
ermöglicht es, die Verhaltensweisen und Signale des Partners richtig
wahrzunehmen, um angemessen reagieren zu können und die eigentliche
Ursache des Konflikts festzustellen.
In Konfliktsituationen ist das Herausfinden der Ursache meist ein
wesentlicher Schritt in Richtung auf die Lösung. Es geht darum, den
Gesprächspartner dabei zu unterstützen, von einem problemorientierten
„Weg von“ zu einem lösungsorientierten „Hin zu“ zu gelangen. Das genaue
Hinterfragen hilft dabei, Konfliktherde aufzuspüren und zu entschärfen.
Kommunikation
Schließlich ist im Umgang mit Menschen sehr wichtig, was gesagt wird.
Formulierungen machen deutlich, wie der Einzelne zu etwas steht. Denn
ein Zehntel der Kommunikation findet über das gesprochene Wort statt,
der Rest erfolgt über die nonverbalen Inhalte der Kommunikation.
Das Vier-Ohren-Modell von Schulz von Thun gibt einen Einblick, wie
unsere Aussagen beim Gegenüber ankommen. Es gelten immer die vier
Seiten einer Nachricht: Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung und
Appell.
Ziele definieren
Im Projekt ist es das wichtigste, das Ziel richtig zu definieren. Das
ist nicht nur zu Beginn so. So ist es bei Störungen während des
Projektverlaufs wesentlich, die Ursache zu finden und zu bearbeiten.
Eine Fragetechnik nach dem eigentlichen Ziel hilft dabei. Die
Zieldefinition ist dann erfolgreich, wenn die inneren Widerstände
völlig ausgeräumt sind. Das ist am ehesten möglich, wenn der
Zielzustand möglichst mit allen fünf Sinnen – Sehen, Hören, Fühlen,
Riechen und Schmecken – beschrieben und angesprochen wird.
Wenn sich das Ziel während der Diskussion konkretisiert, geht dies
meist mit einer Zunahme der Zufriedenheit des Gegenübers einher. Dies
wird in seinem Körperausdruck sichtbar. Der Fragende fördert diesen
Prozess, indem er dem Gegenüber hilft, sein Ziel immer genauer zu
formulieren.
Veränderungen des Ziels sind im Verlauf dieses Prozesses erwünscht,
denn der Prozess dauert so lange, bis das Ziel für den Teilnehmer
stimmig und in einigen speziellen oder allen Situationen ohne
Einschränkung durchführbar ist. Dann können die Fähigkeiten, die für
diesen Zielzustand besonders vorteilhaft sind, aktiviert werden und es
kann eine Brücke in die Zukunft geschlagen werden.
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Annette Kunow. . .
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