TECHNISCHES COACHING VON A- Z
Prof. Dr.- Ing. Annette Kunow ist seit 1988 Professorin für Mechatronik und Maschinenbau an der Hochschule Bochum und Unternehmerin und arbeitet seit 1994 als Coach.
Technisches Coaching ist Coaching mit technischem Background und will sich im Begriff von dem psychologischen Coaching abgrenzen.
Das kann entweder das Coaching einer Arbeitsgruppe in schwierigen Unternehmenssituationen sein oder das Coaching von Einzelpersonen einem neuen oder veränderten Umfeld.
Hier stellt sie Ihnen ihr gebündeltes Know- How zur Verfügung!
Karrierekiller lauern überall. Eine steile Karriere fällt einem nicht
in den Schoß, man muss sie sich hart
erarbeiten.
Die Wahl des ersten Unternehmens ist entscheidend für den gesamten
weiteren Weg. Zu glauben, man kann es
später noch korrigieren, ist ein Trugschluss. Einmal auf einer Schiene,
bleibt man oft dort.
Deshalb sind Gründe, sich für einen bestimmten Arbeitgeber zu
entscheiden, nicht das Hören auf sein Gefühl
oder die innere Stimme, oder der Ort, an dem gerade die Freundin oder
der Freund lebt. Auch es einfach auf
sich zukommen zu lassen, ist gefährlich. Es muß dem Kandidaten
gelingen, in die richtige Umlaufbahn zu
gelangen, dann werden alle späteren Entwicklungsmöglichkeiten deutlich
günstiger.
Noch wichtiger als die Wahl des ersten Unternehmens ist die Wahl des
ersten Vorgesetzten. Doch wie erfährt
man von den Fähigkeiten seines künftigen Chefs? Durch die richtigen
Fragen nach Personen, die der Chef zum
Beispiel schon gefördert hat und was aus diesen Personen geworden ist.
Und je älter der Vorgesetzte auf der
mittleren Führungsebene ist, desto weniger ist in dieser Hinsicht von
ihm zu erwarten.
Doch es lauern noch weitere Gefahren. Vor allem Ungeduld kann
gefährliche Folgen haben. In den meisten
Fällen bedeutet dies, einen zu frühen Schritt zu machen, um sich aus
den teilweise mühevollen Lehrjahren
zu befreien.
Bisweilen stellen sich Verlockungen als Karrierefallen heraus. Die
Kandidaten übernehmen zu unvorbereitet
zu große Aufgaben und landen oft unsanft auf dem Boden der
Wirklichkeit. Nun müssen sie sich aus einer
Versagerposition heraus um eine neue Stelle bemühen. In den meisten
Fällen funktioniert die Karriereabkürzung
nicht und eine Todesspirale nimmt ihren Lauf.
In eine Karrieresackgasse führen auch die falschen
Stellenanforderungen. Statt darauf zu achten, sich in
relativ kurzer Zeit von knapp zehn Jahren zum General Manager zu
qualifizieren, wenn das das Ziel ist,
ließen sich viele Kandidaten mit Aufgaben in einer funktionalen
Spezialisierung überhäufen. Jede Aufgabe,
die andere Inhalte hat und nicht in Richtung Ziel führt, ist für die
Karriere schlecht.
Fehlentwicklungen können auch auftreten, wenn sich protegierte
Jungmanager zu schnell vom Mentor lösen.
Sie neigen dazu, ihre Entscheidungen nicht mehr genügend in die
Gesamtstrategie des Unternehmens einzubetten,
nicht ausreichend abgesicherte Entscheidungen zu treffen und im
Gespräch mit anderen in "Heckenschützenmanier"
die Konzernstrategie zu kritisieren. Werden sie dann "völlig
überraschend" entlassen, sehen sie sich häufig
als Märtyrer, die auf einmal in Ungnade gefallen sind, und brandmarkten
die Entscheidung als Akt der Willkür.
Ein schlechter Karriereratgeber ist auch das Fernweh. Ein
Auslandseinsatz darf erst geplant werden, wenn ein
Kandidat im Stammhaus des Unternehmens Wurzeln geschlagen und dort ein
tragfähiges Beziehungsnetz
gesponnen hat. Nur wer als Länderchef im Ausland bleiben will, sollte
die Entsendung ausdehnen. Sonst muß
er möglichst rasch wieder ins Heimatland zurückzukehren, um die neuen
Erfahrungen karrierefördernd
einzubringen und das alte Beziehungsnetz weiter auszubauen.
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