TECHNISCHES COACHING VON A- Z

Prof. Dr.- Ing. Annette Kunow ist seit 1988 Professorin für Mechatronik und Maschinenbau an der Hochschule Bochum und Unternehmerin und arbeitet seit 1994 als Coach.

Technisches Coaching ist Coaching mit technischem Background und will sich im Begriff von dem psychologischen Coaching abgrenzen.

Das kann entweder das Coaching einer Arbeitsgruppe in schwierigen Unternehmenssituationen sein oder das Coaching von Einzelpersonen einem neuen oder veränderten Umfeld. Hier stellt sie Ihnen ihr gebündeltes Know- How zur Verfügung!

S - wie Sitzung ... Wie werden Sitzungen erfolgreich?

Sitzungen oder Besprechungen sind ein sehr wichtiger Bestandteil der Arbeit eines Vorgesetzten. Sie beanspruchen bis zu 20 % seiner Zeit.
Sie sind aber auch ein wichtiges Werkzeug, um den Erfolg eines Projektes zu erreichen, zum Beispiel, indem frühzeitig Konflikte beigelegt werden.

Ganz wichtig ist bei Besprechungen das Miteinander, wenn sie zu einem positiven Ziel führen sollen. Es muss sichergestellt werden, dass die Parteien gleichberechtigt sind und dass dies allen bewusst ist. Keine Partei verfügt also über die Macht, um ein Resultat zu erzwingen. Das gerade macht das Verhandlungsgeschick aus.
Deshalb werden Kommunikationsregeln für Besprechungen vereinbart, wie zum Beispiel dass jede Besprechung vorbereitet wird oder Wahrnehmungsunterschiede minimiert werden.

Je sorgfältiger Besprechungen vorbereitet werden, desto effektiver werden sie für alle Beteiligten sein. Der Vorgesetzte gibt die Themen der Besprechung möglichst frühzeitig bekannt, damit sich alle Teammitglieder entsprechend vorbereiten und eventuelle Wünsche oder Korrekturen vorab einbringen können.
Ist die nächste Besprechung zum Beispiel Montag um 14:00, ist ein realistischer Termin für den Eingang aller Anträge und Themenvorschläge bis spätestens Donnerstag 17:00. Konsequenterweise werden später eingereichte Anträge nicht mehr in dieser, sondern in der darauffolgenden Besprechung berücksichtigt.

Das gilt natürlich nicht für hochbrisante, plötzlich aufgetretene Probleme im Projekt. Dafür kann eine Besprechung möglicherweise vollkommen über den Haufen geworfen werden. Aber das sollte auf jeden Fall die Ausnahme bleiben.

Wenn alles nach Plan läuft, kann am Freitag die Tagesordnung für die Besprechung vom Montag bekannt gegeben werden.
Als Grundregel für die Anzahl der Tagesordnungspunkte gilt: 5 ± 2 sind eine sinnvolle Menge. Wichtig dabei ist, dass es keinen Tagesordnungspunkt ohne Aktion gibt. Dies gehört in die Rubrik "Verschiedenes".
Die Dauer einer effizienten Besprechung sollte circa 1,5 Stunden betragen.
Ist ein Tagesordnungspunkt abgearbeitet, wird er noch einmal vom Projektleiter zusammengefasst. Die Verantwortung wird genau verteilt (wer macht was?) und der Termin zur Fertigstellung wird angegeben (bis wann?). Um diese Aktion verfolgen zu können, wird sich der Projektleiter einen Vermerk "Wiedervorlage" machen. Der Verantwortliche wird von sich aus den Vollzug, bzw. die Erledigung des Punktes mitteilen, wenn erforderlich auch schriftlich.

Das Protokoll, das von wechselnden Teammitgliedern geführt werden kann, enthält die wichtigsten, mindesten Informationen der Tagesordnungspunkte, welche Resultate die Diskussionen ergaben und welche Aktionen festgelegt wurden. Das ist möglicherweise auch wortwörtlich notwendig. Dazu kann der Protokollführer ohne Weiteres darum bitten, dass ihm die Formulierung zum Mitschreiben wortwörtlich diktiert wird.

Wenn eine Besprechung wegen der anstehenden Probleme schon im Vorfeld als eine "Open- end- Veranstaltung" anzusehen ist, sollten das alle Teammitglieder auch im Vorfeld erfahren, um entsprechende Vereinbarungen, zum Beispiel im Privaten zu treffen.

Die Zeitannahmen sind zum Planen der Besprechung notwendig. So können kontroverse oder ausführliche Diskussionen leicht erkannt und eingeplant werden. Ob die Zeiten dann in der Einladung bekannt gegeben werden sollten, muss jeder für sich entscheiden. Wenn sie bekannt gegeben werden, sind sie für alle ersichtlich und können als Steuerungselement vom Besprechungsleiter genutzt werden.


Viel Erfolg bei Ihrem nächsten Coaching wünscht Ihnen Annette Kunow. . .

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