7 Einfache Sprachtipps für Ihren Erfolg

7 einfache Sprachtipps für Ihren Erfolg

„Befolgen Sie die folgenden 7 Sprachtipps und Sie werden erfolgreich sein!“ Das ist nicht neu. Das haben Sie sicher schon oft gehört.

Es sind 7 einfachen Denk- und Sprachtipps, die wirklich jeder ausprobieren kann, und die sofort zu einer klaren, effizienten Kommunikation und damit zu mehr Erfolg führen.

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

Talmud

 Unsere Sprache reflektiert unsere Denkweise und beeinflusst somit unser Verhalten. Sie hat nicht nur einen großen Einfluss auf uns, sondern auch auf das Bild, das sich andere von uns machen.

Die Welt verändert sich für Sie, wenn Sie die folgenden Tricks anwenden.

Sofort, wenn Sie ein paar kleine Wörter oder Angewohnheiten aus Ihrem Wortschatz streichen oder sie durch andere ersetzen, und Sie sehen Ihre Aufgaben und Probleme in einer neuen Perspektive.

Bei jeder Art von Innovation und Kreativität, zum Beispiel der Methode des „Design Thinking“, bei der es darum geht, kreative Lösungen für Probleme zu finden, Neuerungen zu entwickeln und eingefahrene Denkweisen aufzubrechen, spielt auch die Sprache eine wesentliche Rolle.

1. Sagen Sie „ich“ statt „man“

Indem ich statt mich selbst zu nennen, „man“ benutze, schiebe ich die Verantwortung meiner Aussage auf jemand Anonymes.  Zum Beispiel: „Man muss noch den Schnee auf dem Gehweg kehren.“ oder „Ich muss noch den Schnee auf dem Gehweg kehren.“, bzw. „Du musst noch den Schnee auf dem Gehweg kehren.“

Bei den beiden letzten Varianten ist die Verantwortung für die Aufgabe klar verteilt.

2. Stellen Sie keine Fragen, deren Antworten Sie nicht weiterbringen

Oft wollen wir den Grund für ein Missgeschick, eine Trennung oder eine berufliche Schlappe genau wissen und grübeln dann tagelang, ja auch wochenlang darüber.

Wenn wir die Antwort herausfinden, stellen wir oft fest, dass sie keineswegs unseren Ärger oder Schmerz verschwinden lässt. Häufig bleibt uns das Problem oder die Aufgabe, die durch dieses Missgeschick, etc. entstanden ist und muss immer noch gelöst werden.

Statt Fragen zu stellen oder gar den Schuldigen zu suchen, suchen wir besser von Anfang an nach Lösungen für unser Problem.

3. Denken, schreiben oder reden Sie im Präsens, um wirkungsvoll zu sein

Die deutsche Sprache hat sehr viele Zeiten, Präsens (Gegenwart), Präteritum (Vergangenheit), Perfekt (vollendete Gegenwart), Plusquamperfekt  (vollendete Vergangenheit), Futur I (Zukunft), Futur II (vollendete Zukunft), Konjunktiv I, Konjunktiv II oder deren Ersatzformen.

So haben wir zahlreiche Möglichkeit, um sprachlich sehr prosaisch zu sein, aber nicht auf den Punkt zu kommen.

Wenn wir unsere Aufgaben und Ziele auch so schwammig formulieren, haben wir Schwierigkeiten, sie effizient zum Erfolg zu bringen.

Zum Beispiel lese ich oft in Abschlussarbeiten Sätze wie diese: „Diese Arbeit wird erläutern, wie das Problem XY gelöst werden könnte.“ Einer meiner Sprachtipps ist, klarer und bestimmter zu formulieren: „Diese Arbeit beschreibt die Lösung des Problems XY.“

4. Benutzen Sie keine Verneinungen

Wenn wir sagen: „Ich will nicht so werden wie meine Mutter.“ sagen wir unserem Unterbewusstsein: „Ich will so werden wie meine Mutter.“

Wir bewirken genau das Gegenteil. Unser Unterbewusstsein streicht das Nein. Damit tun wir dann unbewusst das, was wir gar nicht wollen. Das ist doch fatal, oder?

5. Benutzen Sie keine Vergleiche

Dasselbe gilt für Vergleiche. Wenn dann noch der fehlende Bezug fehlt, haben wir wieder eine völlig schwammige Aussage.

„Ich will schneller damit fertig werden.“ In diesem Beispiel bleiben ein paar Fragen unbeantwortet: Schneller als was oder wer? Es muss konkretisiert werden: „Ich will schneller als das letzte Mal damit fertig werden.“ oder „Ich möchte schneller als Peter damit fertig werden.“

Wenn wir aufmerksam sind, fallen uns viele „Fehlgeformtheiten“ in der Sprache auf. Vor allem in der Werbung werden solche Formen häufig erfolgreich genutzt, weil sie unsere Aufmerksamkeit wecken.

6. Sagen Sie „und“ statt „aber“

Das Wort „aber“ schwächt Ihre Aussage und bringt Sie so in eine innere Konfliktsituation, die es oft gar nicht gibt.

Zum Beispiel sagen Sie: „Ich möchte mich mit Tanja treffen, aber ich muss noch die Emails beantworten.“ Hier schaffen wir eine Situation, die uns sagt, dass beides nicht zu schaffen ist. Dass nur das eine oder das andere möglich ist.
Besser ist, zu sagen und zu denken: „Ich will mich mit Tanja treffen und ich will noch die Emails beantworten.“ Hier ist die Abfolge klar: Erst werden die Emails beantwortet und dann treffen Sie Tanja, oder umgekehrt.
Das Unterbewusstsein sucht automatisch eine Lösung, wie es beide Aufgaben erfüllen kann, und findet sie dann auch.

7. Sagen Sie „ich will“ statt „ich muss“

Jedes Mal, wenn Sie sich dabei erwischen, dass Sie „ich muss“ denken oder sagen, tauschen Sie doch einfach „ich muss“ gegen „ich möchte“ oder besser „ich will“ aus.
Das ist eine sehr effektive, kleine Übung, die Ihnen   sehr schnell bewusst macht, wie Sie denken. Da Sie aber alles in Ihrem Leben freiwillig und aus eigener Entscheidung tun,  werden Sie eine Veränderung bemerken. Das gilt selbst für die Dinge, die Sie als unangenehm empfinden.

Am vorherigen Beispiel: „Ich will mich mit Tanja treffen und ich will noch die Emails beantworten.“ wird das auch deutlich.  Diese Aussage ist klar und bestimmt.

Fazit

Tatsächlich kann unsere Sprache uns helfen, ein scheinbar unlösbares Problem so anzugehen, dass schon in der gedanklichen oder sprachlichen Formulierung das Problem aufbereitet wird. Durch diese 7 Sprachtipps bewegen Sie sich selbstbestimmt und erfolgreich auf Ihre Ziele zu.

Achten Sie auf  Ihre Sprache!

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