7 Kategorien der Intelligenz

7 Kategorien der Intelligenz

Intelligenz, was ist das eigentlich?

Der Duden schreibt:

  1. „Fähigkeit [des Menschen], abstrakt und vernünftig zu denken und daraus zweckvolles Handeln abzuleiten
  2. Gesamtheit der Intellektuellen, Schicht der wissenschaftlich Gebildeten
  3. (veraltend) vernunftbegabtes Wesen; intelligentes Lebewesen“

Wikipedia definiert es so:

„Intelligenz (von lat. Intellegere „verstehen“, wörtlich „wählen zwischen …“ von lat. Inter „zwischen“ und legere „lesen, wählen“)“

Intelligenzquotient

Alle reden immer nur vom IQ, dem Intelligenzquotienten.

Ja, es gab sogar eine Zeit, da wurden diese Intelligenztests bei Einstellungsgesprächen gemacht, um den jeweiligen Mitarbeiter im Vorfeld zu kategorisieren. Oder Kinder werden während ihrer Schulzeit auf ihre Intelligenz getestet.

Alfred Binet, der 1905 mit dem Binet-Simon-Test den ersten brauchbaren Intelligenztest entwickelt hatte, gab die mentale Leistungsfähigkeit als Intelligenzalter an. Der Test bestand aus Aufgaben mit ansteigender Schwierigkeit, die möglichst trennscharf für die jeweiligen Altersgruppen lösbar sein sollten. Beispiel: Ein durchschnittlich entwickelter Achtjähriger sollte alle Aufgaben seiner Altersgruppe (und darunter) lösen können, nicht jedoch die Aufgaben der Neunjährigen. Schaffte ein Kind nicht alle Aufgaben seiner Altersgruppe, hatte es ein niedrigeres, schaffte es auch Aufgaben der höheren Altersgruppe, hatte es ein höheres „Intelligenzalter“.

William Stern setzte dieses Intelligenzalter ins Verhältnis zum Lebensalter und erfand so 1912 den Intelligenzquotienten.[2] Lewis M. Terman von der Universität Stanford entwickelte den von Goddard vom Französischen ins Englische übersetzten Simon-und-Binet-Quotienten weiter. Um die Kommastellen zu entfernen, multiplizierte er den Intelligenzalter-Lebensalter-Quotienten mit 100.“ /Wikepedia/

formel Intelligenz Qutient

Intelligenz Quotient

Was dabei aber immer unberücksichtigt blieb und bis heute bleibt ist, dass es die verschiedensten Intelligenzen gibt.

Es gibt sieben verschiedene bestätigte Intelligenz-Kategorien.

1 Logisch-mathematische Intelligenz

Zur logisch-mathematischen Intelligenz gehört

  • die Fähigkeit, Probleme logisch zu analysieren,
  • mathematische Operationen durchzuführen und
  • wissenschaftliche Fragen zu untersuchen.

Von der logisch-mathematischen Intelligenz nutzen vor allem Naturwissenschaftler. Diese Personen besaßen ein hohes Potenzial der logisch-mathematischen Intelligenz

  • Stephen Hawking (Britischer Physiker und Astrophysiker) und
  • Isaac Newton (Englischer Naturforscher und Verwaltungsbeamter) und
  • Madame Curie (Französische Physikerin und Chemikerin polnischer Herkunft).

2 Verbal-linguistische Intelligenz

Zur verbal-linguistischen Intelligenz gehören

  • die Sensibilität für die gesprochene und geschriebene Sprache,
  • die Fähigkeit, Sprachen zu erlernen, und
  • die Fähigkeit, Sprache zu bestimmten Zwecken einzusetzen.

Redner, Schriftsteller und Dichter, aber auch Rechtsanwälte zählen zum Kreis der Personen mit hoher verbal-linguistischer Intelligenz.

Diese Personen besaßen ein hohes Potenzial dieser Kategorie

3 Räumlich-mechanische Intelligenz

Zur räumlichen Intelligenz gehört der theoretische und praktische Sinn einerseits

  • für die Dimensionen großer Räume, wie sie zum Beispiel Seeleute und Piloten erfassen müssen, andererseits aber auch
  • für das Erfassen enger begrenzter Räume, wie sie von Bildhauern, Chirurgen, Schachspielern, Ingenieuren, Graphikern oder Architekten erfasst werden müssen..

Persönlichkeiten mit dieser Fähigkeit sind zum Beispiel

4 Musikalische Intelligenz

Musikalische Intelligenz bedeutet die Begabung

  • zum Musizieren,
  • zum Komponieren und
  • Sinn für die musikalischen Prinzipien.

Zu diesem Personenkreis gehören

5 Körperlich-kinästhetische Intelligenz

Die körperlich-kinästhetische Intelligenz enthält das Potenzial,

  • den Körper und einzelne Körperteile (wie Hand oder Mund) zur Problemlösung oder
  • zur Gestaltung von Produkten einzusetzen.

Vertreter dieser Intelligenz sind Tänzer, Schauspieler und Sportler. Wichtig ist diese Form der Intelligenz aber auch für Handwerker, Chirurgen, Mechaniker und Angehörige vieler anderer technischer Berufe.

Personen mit der körperlich-kinästhetische Intelligenzkategorie sind zum Beispiel

6 Interpersonal-soziale Intelligenz

Als interpersonal-soziale Intelligenz wird

  • die Fähigkeit bezeichnet, auch unausgesprochene Motive, Gefühle und Absichten anderer Menschen nachzuempfinden und zu verstehen (vergleichbar mit Empathie), und dadurch deren Stimmungen und Emotionen zu beeinflussen.

Diese Fähigkeit ist eine wesentliche Voraussetzung für den erfolgreichen Umgang mit anderen Menschen. Meist sind es die besonderen Fähigkeiten politischer oder religiöser Führer, von begabten Erziehern, sowohl Eltern als auch Lehrer oder Dozenten. Weiter sind ist diese Kategorie häugig in anderen beratenden oder heilenden Berufen vertreten.

Personen mit diesen Fähigkeiten sind zum Beispiel

7 Intrapersonale Intelligenz (Selbstkenntnis)

Die intrapersonale Intelligenz ist die Fähigkeit,

  • die eigenen Gefühle, Stimmungen, Schwächen, Antriebe und Motive zu verstehen und zu beeinflussen.

Diese Personen haben eine Persönlichkeit, die ihnen hilft, in verschiedenen Situationen die eigenen Verhaltensweisen zu antizipieren. Diese interne, auf Selbsterkenntnis beruhende Intelligenz macht es ihnen möglich, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Personen mit dieser Intelligenzkategorie sind häufig Schriftsteller, Schauspieler und Künstler wie

  • Viktor Frankl (Österreichischer Neurologe und Psychiater) und
  • Thich Nhat Han (Vietnamesischer buddhistischer Mönch, Schriftsteller und Lyriker) und
  • Mutter Teresa (Indische Ordensschwester und Missionarin albanischer Herkunft).

/nach Michael J. Gelb, „Das Leonardo-Prinzip“, vgs Verlagsgesellschaft, Köln, 1998/

Emotionale Intelligenz

Heute wird immer wieder von der emotionalen Intelligenz gesprochen. Sie sorgt für den Erfolg im Leben und Beruf.

Die Emotionale Intelligenz ist ein von John D. Mayer (University of New Hampshire) und Peter Salovey (Yale University) im Jahr 1990 eingeführter Terminus. Der Begiff beschreibt die Fähigkeit, eigene und fremde Gefühle (korrekt) wahrzunehmen, zu verstehen und zu beeinflussen. Das Konzept der emotionalen Intelligenz beruht auf der Theorie der multiplen Intelligenzen von Howard Gardner, deren Kerngedanke bereits von Edward Lee Thorndike und  David Wechsler als „soziale Intelligenz“ bezeichnet wurde. Diesen verdeutlichte Thorndike schon 1920 mit einem Beispiel, wonach der (fachlich) beste Mechaniker als Vorarbeiter scheitern wird, wenn es ihm an sozialer Intelligenz fehlt.[1]

Zu dessen Popularisierung hat insbesondere der US-amerikanische Journalist Daniel Goleman mit seinem Buch „EQ. Emotionale Intelligenz“ (engl. Originaltitel: Emotional Intelligence: Why It Can Matter More Than IQ) (1995) beigetragen.“ /Wikepedia/

Diese Kategorisierung weist auf die Schlüsselrolle hin, dass die Kompetenz im Umgang mit Gefühlen beim Erreichen beruflicher Ziele und für das persönliche Lebensglück spielt und nicht nur der Verstand.

Diese Gefühle entstehen dabei im emotionalen Gehirn, das unser spontanes Verhalten seit der Urzeit bestimmt. Neurologisch werden die Gefühle vom limbischen System repräsentiert, der Verstand aber vom ‒ entwicklungsgeschichtlich sehr viel jüngeren ‒ Neocortex.

Hier ein EQ-Selbsttest der Süddeutschen Zeitung.

Und das Schöne: Wir haben alle unterschiedliche Anteile all dieser Intelligenzen.

Welche Intelligenzen haben Sie hauptsächlich?

 

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