Die perfekte Option! So treffen Sie Ihre Entscheidungen richtig

Die perfekte Option! So treffen Sie Ihre Entscheidungen richtig

Erstaunlicherweise sind immer gerade die Veranstaltungen toll, an denen ich nicht teilgenommen habe. Aber die Veranstaltungen davor und danach desselben Veranstalters langweilen mich tödlich. 🙂

Oder der Weg, den ich gewählt habe, ist nicht der kürzeste oder der schnellste oder es gibt einen langen Stau.

Noch schlimmer wird die Wahl, wenn ich mir (vielleicht im Ausland) etwas so Banales wie Haarshampoo kaufen muss und im Supermarkt vor dem Regal stehe und eine Riesenauswahl habe. Was soll ich bloß nehmen? Welches ist das Beste?

Gut, das sind banale Alltagssituationen und Sie könnten sagen: “Wenn Sie sonst kein Problem haben …“

Aber wie ist es mit lebensentscheidenden Entscheidungen? Zum Beispiel die Entscheidung nach Abschluss des Studiums im Unternehmen A oder B zu starten.

Oder wie es immer wieder der Generation Y in den Mund gelegt wird: Wenn Sie die Wahl haben, Bundeskanzler zu werden oder Vorstandsvorsitzender? Wie sollen Sie sich dann entscheiden?

Spaß beiseite. Tatsächlich stehen wir häufig im Leben vor weitreichenden Entscheidungen, die wir möglichst optimal lösen wollen.

Wie gehen wir dann vor?

Entscheidungsliste

Okay, die meisten von uns denken nur darüber nach und entscheiden dann irgendwie.

Das ist erst einmal in Ordnung, wenn es kein Schnellschuss ist.

Aber für die Zukunft hat das Tücken. Denn wir vergessen sehr schnell das Negative und sehen später die Vergangenheit weit rosiger als sie tatsächlich war.

Das tut das Gehirn zum Schutz für uns

Deshalb ist es immer besser, diese gravierenden Entscheidungen schriftlich zu fassen, damit sie für später nachvollziehbar bleiben.

Wenn Sie in Zukunft Zweifel an ihrer damaligen Entscheidung haben, können sie noch einmal nachvollziehen, welche Gründe Sie von der Alternative abgehalten haben.

Nicht nur den Verstand berücksichtigen

Um wirklich eine tragfähige Entscheidung zu treffen, reicht es nicht aus, die im Moment „objektiven“ Gründe aufzulisten.

Ich schreibe „objektiv“ extra in Anführungszeichen, weil es keine objektiven Entscheidungen gibt. Wir Menschen können nur subjektiv, also aus uns heraus entscheiden.

Das könnten Sie tun, indem Sie sich zwei DIN A4 Blätter nehmen. Diese beiden Seiten in je zwei Listen einteilen:

Unternehmen A   Unternehmen B
Vorteil Nachteil Vorteil Nachteil

 

Nun schreiben Sie möglichst spontan Ihre Argumente für und wider auf, zum Beispiel für das Unternehmen A und das Unternehmen B.

Sie werden sehr schnell feststellen, wo tatsächlich Ihre Prioritäten liegen.

Nehmen Sie Ihre Emotionen mit

Aber das wird für eine tiefgreifende Entscheidung nicht reichen, denn in Ihrem Inneren schlummert vielleicht in der Tiefe ein großer Lebenstraum, den Sie sich auch noch erfüllen wollen.

Deshalb müssen Sie Ihre Emotionen an der Entscheidung beteiligen.

Wie das geht, zeige ich Ihnen genau in meinen Online-Kurs „Der Weg zum produktiven Ich – 7 Schritte zur Produktivität“.

Und wenn es dann noch eine bessere Option gibt?

Das ist der Alltag. Sie haben sich das neueste Modell eines Autos gekauft und ganz schnell gibt es ein noch moderneres, technisch ausgereifteres Modell.

Eine neue Option? Nicht immer können Sie das sofort gegen Ihren „Oldtimer“ eintauschen.

Und so kann es Ihnen auch mit weitreichenderen Entscheidungen passieren. Sie nehmen eine Stelle bei Unternehmen A an, nachdem sie sich viel Zeit mit einer umfassenden Entscheidung genommen haben.

Neue Situation, neue Entscheidung

Nun macht Ihnen Unternehmen C ein tolles Angebot, das Sie sich immer gewünscht haben.

Was tun?

Jetzt ist Vorsicht geboten. Denn jetzt kommt es sehr darauf an, wie heute die Voraussetzungen für eine erneute Entscheidung sind. Denn diese Grundlagen haben sich ja inzwischen total verändert.

Zum Beispiel sind Sie vielleicht umgezogen.

Also, ganz wichtig: Hier muss der gesamte Prozess der Entscheidungsfindung gründlich und von Anfang an wiederholt werden!

Diese Entscheidungen kommen im (Berufs-) Alltag täglich auf Sie zu. Und das war schon immer so. Nicht nur heute.

Stoppt den Perfektionismus

Perfektionisten haben es da nicht leicht und können sich bei der besten Option immer wieder verzetteln.

Wann ist der Text der Kampagne gut genug, um herausgegeben zu werden? Kann das Angebot tatsächlich per Email zum Kunden geschickt werden, wie besprochen. Oder soll es doch per Post auf richtigem Briefpapier geschickt werden?

Im Alltag stehen wir ja immer am falschen Schalter oder in der falschen Schlange zur Supermarktkasse. Und die Spur, auf der wir fahren, ist immer langsamer als die Nebenspur, oder? 🙂

Ist das wirklich so? Und was dann tun?

Es gibt keine perfekte Option!

Wie an der Supermarktkasse gilt auch im (Berufs-)Alltag: Es gibt keine perfekte Option. Es führen immer viele Wege zum Erfolg.

Ja, vielleicht ist sogar die zweite Alternative auch sehr erfolgsversprechend und hätte tatsächlich auch großen Erfolg gebracht. Das ist ganz häufig so.

Deshalb gilt für uns: Immer gemach!

Erst jede Option gründlich durchspielen, ehe Sie aktiv werden. Jetzt gelten andere Grundlagen als zur damaligen Entscheidung und jetzt gelten andere Randbedingungen.

Also, konzentrieren Sie sich lieber weiter auf die Aufgaben auf Ihrem gewählten Weg. Und erst, wenn Sie das Gefühl haben, es ist alles erreicht und ausgereizt, wird es Zeit, eine neue Option zu prüfen und einen neuen Weg einzuschlagen.

Denn die Menschen, die dann immer die „verpasste“ Alternative reklamieren, suchen sich damit eigentlich schon im Vorfeld eine Entschuldigung für ihr mögliches Versagen.

Das sind die Menschen, die ewig klagen und sich als Opfer sehen.

Huh, ich bekomme da Gänsehaut! 🙂

Die ewige Suche hält uns vom TUN ab

Die ewige Suche nach dem besseren Job, dem besseren Entwurf, dem besseren Weg, dem besseren Lieferanten und so weiter ist lediglich ein Vorwand, um niemals wirklich ans Tun zu kommen.

Es gibt nichts Perfektes. Ein islamisches Sprichwort sagt: Nur Gott ist perfekt.

Nach dem Pareto-Prinzip reichen 80% vollkommen, um gute Erfolge zu erzielen. Der Rest benötigt unverhältnismäßig mehr Aufwand.

Fazit

Es gibt keine perfekte Option! Aber wenn Sie Ihre Entscheidung schriftlich niederlegen und Ihre Emotionen mit einbeziehen, liegen Sie richtig.

Nur so bleibt Ihre Entscheidung, besonders für weitreichende Entscheidungen, auch in der Zukunft tragfähig. Und danach lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen, wenn bessere Angebote winken, sondern bleiben bei Ihrer getroffenen Entscheidung und tragen Sie zu wirksamen Resultaten bei.

Erst, wenn sich Ihre Situation gravierend verändert hat, wird ein neuer Entscheidungsprozess notwendig.

Mussten Sie sich schon einmal für die eine oder andere Option entscheiden? Wie sind Sie vorgegangen?

Wenn Sie es bisher noch nicht getan haben, würde ich mich freuen, wenn Sie meinen wöchentlichen Newsletter „Mein wöchentlicher Produktivitäts-Tipp“ abonnieren, damit wir in Kontakt bleiben.

 

About Annette Kunow

Annette Kunow zu Prokrastination überwinden

Mein Name ist Annette Kunow und ich bin Hochschullehrerin, Künstlerin und Business Coach.

Seit 30 Jahren mache ich nun diesen „Trigat“ zwischen Hochschule, Unternehmen und Kunst. Ich schaffe es immer wieder, die Synergien zwischen diesen drei Standbeinen herzustellen.

Nur so funktioniert es: Durch die Tätigkeit im Unternehmen bereichere ich den Unterricht an der Hochschule mit Praxis.

In der Kunst kann ich dann meine andere Seite leben. Meine Bilder stelle ich mittlerweile weltweit aus. Ich möchte keine dieser Seiten missen.

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