Mit den High-Value-Aufgaben anfangen

Mit den High-Value-Aufgaben anfangen

High-Value-Aufgaben, was ist denn das?

High-Value-Aufgaben sind Aufgaben, die aus Ihrer verfügbaren Zeit Ihrem Unternehmen den größten Vorteil sichern und Sie am schnellsten zu Ihrem Ziel führen.

In den letzten Blogs ging es mehr darum, dass Sie sich einige der grundlegenden Faktoren erfolgreicher Selbstführung, den Werten, Zielen und Visionen, bewusst werden. Das ist wichtig.

Wenn Sie etwas anders machen sollen, dann möchten Sie natürlich wissen, warum Sie das tun sollten.

Heute geht es an die ersten beiden Methoden auf dem Weg zu Ihrer erfolgreichen Selbstführung.

Diese zwei Fragen sollten Sie sich stellen

  • Wie finde ich heraus, womit ich anfangen sollte?
  • Wie überwinde ich die Hürde den ersten Schritt dafür?

In der Regel haben Sie täglich eine Reihe von Routineaufgaben zu lösen, bei denen völlig klar ist, was erledigt werden muss.

Darüber hinaus stehen Sie allerdings wahrscheinlich oft vor der Frage, was das Wichtigste wäre, das Sie als nächstes angehen sollten.

Was machen Menschen mit erfolgreicher Selbstführung?

Menschen mit erfolgreicher Selbstführung sind nicht nur in der Lage, Ihren Fokus besonders gut auf eine bestimmte Aufgabe zu lenken, sondern Sie gehen bei der Priorisierung Ihrer Aufgaben nach einem bestimmten Schema vor.

Sie konzentrieren sich dabei auf die Aufgaben, welche eine besonders hohe Wertschöpfung erzeugen. Hierbei handelt es sich um die sogenannten High-Value-Aufgaben.

Besonders erfolgreiche Personen konzentrieren sich ausschließlich auf solche High-Value-Aufgaben. Sie delegieren alle sonstigen Tätigkeiten konsequent weiter. Das ist allerdings nicht für jeden in dieser Form möglich.

Was aber jeder tun kann: Die ersten 90 Minuten des Tages diesen High-Value-Aufgaben konzentriert widmen. Dann hat man nach dem PARETO-Prinzip schon einmal die so wichtigen 20% des Arbeitstages mit den wichtigsten Dingen verbracht!

Wie nun anfangen?

Wenn Sie nun herausfinden möchten, was Sie als nächstes tun sollten, dann stellen Sie sich die folgende Frage:

Welche Aufgabe bringt mich in diesem Moment am weitesten auf dem Weg zu meinem Ziel, bzw. welche Tätigkeit erzeugt dabei die höchste Wertschöpfung?

Der innere Kampf um den Anfang

Wenn Sie die gerade für Sie wichtigste Aufgabe gefunden haben, dann stehen Sie vor der nächsten großen Frage. Wie fange ich an?

Neue und vor allem große Aufgaben stehen oft wie ein unbezwingbarer Berg vor uns. Wir nehmen die Gedanken daran überall mit hin, auch in den Schlaf, das Unterbewusstsein arbeitet da besonders produktiv.

Die sogenannte psychologische Reaktanz sorgt zudem dafür, dass der Beginn einer neuen Aufgabe zu einer Blockade führt. Wir schaffen es einfach nicht, einen Anfang zu machen. Umgangssprachlich sprechen wir dann vom “Inneren Schweinehund”, der uns aufhält.

Kurzer Ausflug in die Wissenschaft

Eine Studie (http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/joop.12137/abstract) gab zwei Testgruppen die Anweisung, entweder den nächsten Schritt am Abend zu notieren oder eben nicht. Und dann in der Feierabend zu gehen.

Die Testpersonen, die sich abends notieren, was am kommenden Arbeitstag der nächste Schritt ist, waren wesentlich entspannter als die andere Testgruppe.

Die Struktur der Studie

Drei Tage lang musste die eine Gruppe die vier Fragen beantworten

  • Welche Aufgaben waren bei der Arbeit liegen geblieben?
  • Welche Aufgaben wurden erfolgreich erledigt?
  • Wie wichtig waren diese Aufgaben?
  • Wie viel Zeit wurde damit verbracht, über die Aufgaben und die Arbeit im allgemeinen nachzudenken?

Die andere Gruppe arbeitete wie bisher ohne Plan.

Die planende Gruppe konnte die unfertigen, aber wichtigen To-Dos am Feierabend ausblenden. Sie fühlten sich ausgeruhter und leistungsfähiger als vorher.

Diese To-Do-Liste eignet sich zudem ausgezeichnet, die wichtigste Aufgaben, die High-Value-Aufgaben, des Tages zu priorisieren.

So wussten sie genau , was sie nun als erstes am nächsten Arbeitstag tun werden.

Fazit

Notieren Sie sich also mindestens am Abend, was Ihre wichtigste nächsten, also die High-Value-Aufgaben am nächsten Tag sind.

Wenn man noch im Flow ist, weiß man besser, wie es weitergehen soll. Und der Anfang am nächsten Tag wird erheblich leichter.

Um die psychologische Reaktanz zu überwinden, gibt es eine weitere sehr erfolgreiche Methode: Sie beantworten folgenden Fragen.

  • Wann mache ich diesen Schritt?
  • Wie mache ich diesen Schritt?
  • Womit mache ich diesen Schritt?

Das ist dann die Planung.

Beschreiben Sie den ersten Schritt, den Sie für diese oder den nächsten Schritt dieser Aufgabe tun müssen, so detailliert wie möglich. Tun Sie dies unbedingt schriftlich.

Sie werden erstaunt sein, wie gut dieser Trick funktioniert.

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