Wer bin ich – und wenn ja, wie viele

Einmal Querkopf, immer Querkopf…

Mit mir war es nie leicht. Ich habe zwar nicht das fabelhafte Leben der Amelié hinter mir, den Film- und Kinobegeisterten unter uns wird der Titel etwas sagen, aber an abenteuerlichen Umwegen mangelt es bei mir nicht.

Nun aber erst noch schnell ein paar Fakten. Ich will ja seriös bleiben. Mein Name ist Annette Kunow. Ich bin die Gründerin und geschäftsführende Gesellschafterin der KISP Prof. Kunow + Partner GbR. Seit 1990 unterstütze ich mit meinem Unternehmen Selbständige und Unternehmer dabei, sich zu fokussieren, um ihr Business oder ihre Projekte konsequent auf die Straße zu bringen.

Mein Leben spielt sich in verschiedenen Welten ab

Im Grunde habe ich 7 Berufe. Mindestens. Wahrscheinlich sogar mehr. Deswegen erlaube ich mir hier in der Überschrift eine Andeutung an das bekannte Buch von Richard David Precht. Ich bin zum einen Hochschullehrerin, genauer gesagt, Professorin im Fachbereich Maschinenbau, also eine waschechte Ingenieurin. Das auch noch mit einem ziemlich komplexen Schwerpunkt – der Technischen Mechanik und Numerischen Dynamik. Klingt ganz schön kompliziert, was? Ja, knifflige Nüsse knacken mochte ich schon immer gerne.

Zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen, dass dieses Gebiet wesentlich kreativer ist, als man denken möchte. Ich gebe aber zu, man muss schon ziemlich tief in der Physik, sowie der Höheren Mathematik verwurzelt sein.

Mit den Jahren haben sich in meiner Lehrtätigkeit zusätzlich die Schwerpunkte Projektmanagement und Business Coaching herausgebildet. Als Professor muss man ständig mit dem Vorurteil des reinen Theoretikers kämpfen, der von der Praxis nichts versteht. Ich habe ziemlich viel Erfahrung in der Industrie. Früher habe ich Großprojekte mit Hunderten Millionen Euro Budget mit verantwortet.

Ich weiß, was zu tun ist, wenn in einem Kraftwerk eine Rohrleitung unkontrolliert schwingt und ein Tragwerk versagt. Ich gehe dann in meine Mechanik-Speisekammer und schaue, was die Theorie dazu sagt. 😉

Nicht zuletzt bin ich auch seit mehreren Jahrzehnten als Malerin mit internationalen Ausstellungen und Messen, Autorin und Referentin unterwegs.

Keinen dieser Bereiche möchte ich missen, denn jedes dieser Felder betreibe ich mit großer Leidenschaft. Nach meiner Erfahrung ist es weltfremd zu glauben, dass man nur in einem Bereich wirklich qualifiziert sein kann.

Mir tut es weh, wenn vielfältige Interessen nicht frei ausgelebt werden

Es gibt so viele Menschen, die neben Ihrem Brotberuf noch Tätigkeiten ausüben, die man eigentlich nicht mehr als reines „Hobby“ bezeichnen kann. Sie trauen sich nur einfach nicht, ihre anderen Leidenschaften im persönlichen Umfeld auch so zu vertreten. Ganz ehrlich, wenn ich nur daran denke, dann tut es mir schon fast körperlich weh.

Warum darf ein Mensch denn nicht unterschiedliche professionelle Interessen oder sogar mehrere Berufe haben? Das habe ich noch nie verstanden oder gar akzeptieren wollen.

Ich wünsche mir wesentlich mehr Vielfältigkeit in dieser Hinsicht, und das Menschen es schaffen, ihre Talente auch tatsächlich so zu organisieren, dass sie in die Umsetzung kommen. Das ist das Schwierigste überhaupt!

Nur dann wird man in unserer Gesellschaft auch ernst genommen (leider) und schafft es auf diese Weise, viel mehr Mut und Kraft zu schöpfen.

Das ist meine wirkliche Fähigkeit:

Menschen aufzeigen, wie man sich selbst führt, um Ideen in Projekte zu formen und diese dann auf die Straße bringt.

Genau genommen, kann ich ihnen sogar zeigen, wie Ideenkinder überhaupt erstmal geboren werden. Denn auch die Fähigkeit zur Kreativität, ist in jedem von uns angelegt.

Auch in Ihnen!

Ich liebe, es Dinge umzusetzen und dabei kreative Potenziale zu heben

Meine wichtigste Lebensregel lautet deshalb:

„Es gibt nichts Schöneres als das Gefühl, etwas fertig zu haben. Sei es ein bestimmtes Projekt oder ein ganz persönliches Ziel.“

Erinnern sich vielleicht noch an die mitunter kindliche Freude, die Sie empfunden haben, wenn Ihnen eine Sache richtig gut gelungen ist?

Zum Beispiel, wenn Sie Zuhause oder in der Schule ein Bild gemalt haben, und Sie richtig zufrieden mit IHREM Werk waren? Vielleicht haben Sie als Kind sogar mal eine Seifenkiste oder ein Baumhaus gebaut?

Ein wahres Glücksgefühl.

Wir Menschen lieben diese Zustand, schaffen es aber im späteren Berufsleben kaum, daran wieder anzuknüpfen.

Doch das ist der Trick, den selbst wirklich brillante Geister verwenden.

Sie können das auch

Falls Sie dieses Gefühl wieder häufiger erleben und verstehen möchten, – und verstehen möchten, warum es so schwierig ist, dorthin zu kommen – dann sind Sie bei mir richtig.

Wie schafft man das alles, wenn der Tag nur 24 Stunden hat?

Diese logische Grenze ist mir natürlich genauso gesetzt wie Ihnen.

Ich weiß schon, was jetzt kommt:

„Ja, Sie sind eben von Natur aus eine hochintelligente Überfliegerin.“

Bla, Bla.

Ich muss Ihr kleines Weltbild gleich mal zurecht rücken. Ich habe weder etwas Besonderes erfunden, noch die Relativitätstheorie auf den Kopf gestellt und bin auch sonst recht normal.

Ganz im Gegenteil, es war durch einen frühen Schicksalsschlag im Alter von 15 Jahren nicht mal klar, ob aus mir überhaupt irgendetwas wird.

Ingenieurin war dann auch nicht gerade mein Traumberuf. Mir blieb nur nichts anderes übrig, als diese eine Chance, die sich mir bot, zu ergreifen. Selbst das sollte mir nicht einfach so gegönnt sein. Ich musste darum kämpfen. Das hat mit Intelligenz überhaupt gar nichts zu tun. Mit Selbstüberwindung aber schon viel mehr.

Ich hatte nur eine Wahl

Die lautete: anpassen, alternative Wege gehen und mich selbst ziemlich gut organisieren. Dadurch bin ich sehr früh mit den Themen „Prioritäten setzen“ und „Überwindung der psychologischen Reaktanz“ in Berührung gekommen. Ich musste selbständig und unkonventionell handeln – darin liegt der Schlüssel.

Den Zugang zur Kreativität habe ich mir wahrscheinlich mehr durch Glück als etwas Anderes offen gehalten. Ich habe eben schon als Kind gerne gemalt, und einfach nie damit aufgehört. Und die „Erwachsenenwelt“ hat das erst viel später anerkannt.

Nach 40 Jahren Beruf und fast 30 Jahren Unternehmertum, Wissenschaft und Lehre weiß ich mittlerweile natürlich sehr viel genauer, was wirklich funktioniert und welche Techniken Sie sich getrost sparen können.