Weshalb ausreichend Schlaf Ihre Produktivität fördert

Weshalb ausreichend Schlaf Ihre Produktivität fördert

Wie steht es um Ihren Schlaf?

Schlaf- Störungen haben mannigfaltige Ursachen. Sie können körperlich bedingt sein oder als Nebenwirkungen von Medikamenten auftreten, sowie das Ergebnis von Fehlverhalten sein, wie ein zu hoher Alkoholkonsum am Abend, zu spätes Essen oder später Sport. Der Hauptfaktor ist aber tatsächlich, dass viele Menschen ins Bett gehen, dort körperlich anwesend sind, aber gedanklich und emotional noch immer bei den Problemen des Alltags. Das führt zu Anspannung. Die macht wach und verhindert den Schlaf. Aus diesem Grund sind psychisch bedingte Schlafstörungen sehr häufig.“ (Dr. Hans-Günter Weeß, Leiter des Schlafzentrums Klingenmünster bei Landau, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin und Autor des Buches „Die schlaflose Gesellschaft: Wege zu erholsamem Schlaf und mehr Leistungsvermögen in Schlaf: „Schlaf ist ein höchst karrierefördernder Zustand“)

 


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10 Tipps für einen guten Schlaf

Wenn Sie häufiger nicht schlafen können, könnten Ihnen diese 10 Tipps helfen.

1 Entspannen

Natürlich helfen Entspannungsrituale, einen guten Schlaf zu finden oder gut wieder einzuschlafen. Das geht aber nicht ohne Training. Diese Entspannungsübungen müssen vorher erlernt und eingeübt werden.

2 „Toter Mann“

Einfach nur liegen und ruhen.

Der Glaubenssatz „Nur wenn ich fest schlafe, erhole ich mich wirklich.“ ist nur bedingt richtig. Auch einfach nur entspannt liegen, schenkt Ihnen Erholung.

3 Als kreative Zeit nehmen

Das Unterbewusstsein arbeitet immer. Oft werden nachts Probleme gelöst, die tagsüber entstanden sind und nicht beachtet und bearbeitet wurden.

„Nachts sind wir alleine und einsam, selbst wenn wir mit einem schlafenden Partner zusammen im Bett liegen. Der ist ja in eine andere Welt entrückt. Es gibt aber auch einen ganz einfachen biologischen Grund: Nachts haben wir weniger vom Glückshormon Serotonin und unter diesem Einfluss betrachten wir alles, das uns durch den Kopf geht, düsterer und melancholischer in einer Art depressiver Stimmungslage.“ Weeß

Dadurch erscheinen uns Probleme und Situationen viel größer und unlösbarer als bei Tageslicht. Meist ist auch niemand ansprechbar, weil wir zu dieser Unzeit niemanden anrufen oder ansprechen können.

4 Gedanken sofort aufschreiben

Es hilft, sich Notizzettel und Schreibzeug auf dem Nachttisch bereitzuhalten, um Gedankenblitze oder Probleme aufzuschreiben. Damit geraten sie nicht in Vergessenheit, müssen aber nicht jetzt während der Nacht bearbeitet werden.

Sie können sich auch sagen: „Okay, das ist wirklich ein Problem, aber jetzt ist Zeit zum Schlafen. Das löse ich morgen.“

5 Musik hören

Wenn alles nichts hilft, hilft oft auch Ihre Lieblingsmusik, um Sie abzulenken und in den Schlaf zu bringen.

Es ist sogar wissenschaftlich erwiesen, dass es Musik gibt, die beim Entspannen hilft und dazu führt, Stress abzubauen. Also Ihnen beim Einschlafen hilft.

6 Schreiben

Wenn der Kopf aber unaufhörlich die vielen Aktivitäten hin und herschiebt, die Probleme immer größer werden (sie wachsen nachts in der Dunkelheit besonders schnell!), dann hilft es, sich den ganzen Ballast von der Seele zu schreiben. Vielleicht auch mit Ihrer Lieblingsmusik.

Ich erziele dabei dann manchmal Listen mit 20-30 Punkten, die mich momentan beschäftigen. Nebenbei arbeite ich dabei dann auch noch unverarbeitete Begegnungen und Vieles mehr ab. Danach falle ich erschöpft und beruhig wieder in den Schlaf.

7 Aufstehen und umherlaufen

Es kann auch helfen, aufzustehen und kurz hin- und herzugehen, vielleicht das Fenster ganz öffnen und in die Nacht schauen, vielleicht sich sogar kurz ein völlig bescheuertes Fernsehprogramm anzusehen. Aber bitte nicht, was aufregt oder mitreißt!

Und nicht vor dem Fernseher einschlafen, denn dort geraten Sie nicht in den Tiefschlaf, sondern bleiben im Alpha-Zustand. Dabei sind Sie dann besonders empfänglich für Werbebotschaften, die Sie dann am nächsten Tag unbedingt das Produkt XY kaufen lassen.

8 Aufstehen und den Tag beginnen

Der Schlafrhythmus beträgt circa 1,5 Stunden. Er setzt sich aus einer Traumschlaf-, Leichtschlaf- und Tiefschlafphase zusammen. In diesen Phasen schlafen wir unterschiedlich tief. In der Leichtschlafphase wachen wir am leichtesten auf. Das ist auch die Phase, um am Morgen gut aus dem Bett zu kommen.

Es gibt Apps, Schlafphasenwecker oder Fitnessbänder, die diese Phasen messen und wecken Sie dann in der richtigen Phase.

Deshalb ist wichtig, beim Aufwachen im Morgengrauen immer auch hochzurechnen, wann Sie aufstehen müssen, und ob das mit Ihrer inneren Uhr zusammenpasst.

Als Beispiel: Sie wachen um 3:40 auf und liegen bis 4:50 wach. Wenn Sie dann wieder einschlafen, haben Sie die nächste Wachphase um 6:20, also 1,5 Stunden später. Wenn Sie um 5:30 sowieso aufstehen wollten, sollten Sie das sofort tun, denn sonst werden Sie in Ihrer Tiefschlafphase geweckt und fühlen sich gerädert und unbrauchbar für den Tag.

9 Die Einstellung ändern

Im NLP gibt es den Begriff „Reframing“ „einen anderen Rahmen um etwas machen“.

Auch das ist bei zeitweiligen Schlafstörungen hilfreich. Da gibt es sehr viele Vorurteile oder sogar Glaubenssätze wie „Wenn ich weniger als 8 Stunden schlafe, bin ich unbrauchbar“, etc.

Ich hatte einen Mathematik-Lehrer in der Schule, der uns sagte. „Es macht nichts, wenn Ihr vor der Klassenarbeit schlecht schlaft. Dann ist am nächsten Tag das Gehirn besser durchblutet!“

Was für ein wundervolles Reframing! Ob es nun stimmt oder nicht, mir hat es mein Leben lang geholfen, mit Schlafmangel umzugehen, besonders vor wichtigen Ereignissen!

Tatsächlich kann zeitweiliger Schlafmangel auch mit Bewegung an der frischen Luft kompensiert werden. Dabei reicht es sogar, am offenen Fenster zu stehen, tief durchzuatmen und sich dabei gezielt aktiv zu bewegen. Zum Beispiel die Arme schnell seitlich auf und ab zu bewegen, als würde man fliegen.

10 Optimales Aufwachen

Es wird immer wieder propagiert, früh sofort beim Klingeln des Weckers aus dem Bett zu springen. Diese Art von Disziplin gehört aber doch wohl eher der Kaiserzeit an.

Stattdessen sollten Sie es langsam angehen und sich im Bett noch etwas zu räkeln und vielleicht schon die ersten Dehnübungen im Bett machen. So wird Ihr Gehirn ebenfalls aktiviert.

Natürlich hilft auch frische Luft oder eine kalte Dusche beim Wachwerden. Zusätzlich fördert helles Licht das Munterwerden. Am besten ist da natürlich helles Tageslicht, aber eine helle Tageslichtlampe mit der richtigen Lux-Zahl hilft in der dunkleren Jahreszeit auch wach und fit zu sein.

Dagegen hilft gedämpftes Licht und vor allem kein Computerlicht, um abends müde zu werden.

All diese Tipps gelten natürlich nicht für langanhaltende Schlafstörungen. Die müssen unbedingt mit einem Arzt besprochen und vielleicht behandelt werden.

Fazit

Jeder von uns kennt die Nächte, in denen wir uns hin- und herwerfen und nicht (wieder) einschlafen können. Der Schlaf will sich einfach nicht einstellen.

Besonders häufig geschieht es in den Nächten vor großen Ereignissen zu denen wir besonders fit und aufgeräumt sein wollen oder müssen.

Das helfen ein paar Tipps, aber oft auch ein Reframing von alten Vorurteilen, die uns beruhigen und wieder einschlafen lassen.

 


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about-annette-kunow-16-12-02

2 Comments
  • Birgit Schultz
    Posted at 19:40h, 20 Februar Antworten

    Hallo Annette,
    das ist ein toller Beitrag, der super zusammenfasst, was man tun kann, wenn der Schlaf nicht kommen will oder man zur Unzeit mitten in der Nacht wach wird. Glaub mir, ich habe alles davon probiert, das eine funktioniert besser, das andere weniger gut. Wenn alles nichts hilft, dann hilft bei mir in der Regel das Hören eines Hörbuchs. Es dauert um die 12 bis 15 Minuten, dann bin ich eingeschlafen … dumm sind dann nur die Kopfhörer, die irgendwann doch stören.

    Zauberhafte Grüße
    Birgit

    • Annette Kunow
      Posted at 19:51h, 20 Februar Antworten

      Liebe Birgit,
      ja, das kenne ich:
      Nicht die Kopfhörer, aber irgendwie ist dann der Wurm (in der Nacht) drin.
      Aber es geht mir um das Um-Denken.
      Nicht zum Verschönern oder Verkleinern, sondern, um sich selbst wieder in einen positiven Zustand zu versetzen.
      Um am nächsten Tag wieder positiv und erwartungsvoll zu starten.
      Denn das brauchen wir Solopreneure doch so sehr.
      Ich wünsche Dir immer ein guten Schlaf und wundervolle Träume!
      Annette

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