Zielkette - Ein Glücksmodell

Zielkette – Ein Glücksmodell

Für die Umsetzung in eine Zielkette wird ein Vorgang in kleine, überschaubare und sofort ausführbare Schritte zu unterteilt.

Ziele

Ziele lassen sich in gewisser Weise automatisieren: durch eine Zielkette.

Es ist das Ende des Jahres oder das Ende eines Quartals. Sie blicken zurück auf die vergangene Zeit und schauen auf das, was geschehen ist.

  • Was haben Sie Großartiges erlebt?
  • Welche Projekte sind nicht geglückt?
  • Was ist gelungen?

In zwanzig Jahren wirst Du eher von den Dingen enttäuscht sein,

die Du nicht getan, als von denen, die Du getan hast.

Also wirf den Palstek weg. Segel vom sicheren Hafen. Fang die Passatwinde in den Segeln.

Erkunde. Träume. Entdecke.

Mark Twain

Nun lehnen Sie sich zurück und denken über Ihre Ziele im Neuen Jahr oder in den nächsten Monaten nach. Wieder gibt es eine Reihe von wünschen in allen Lebensbereichen.

  • Endlich das Buch schreiben, dass schon lange in Ihrer Gedankenschublade liegt.
  • Den ersten Online-Kurs ins Leben rufen.
  • Mehr Zeit mit der Familie und Freunden verbringen.
  • Endlich ein paar Kilo abnehmen.

Aber wie schaffen Sie es, unliebsame Dinge möglichst automatisch und einfach zu erledigen? Wie können Sie Ihre Verpflichtungen in automatische Handlungen oder gar Routinen überführen?

Durch eine Zielkette!

Durch eine Zielkette wird das möglich. Eine Zielkette ist zum Beispiel der Ablauf, wie Sie regelmäßig Ihr Frühstück zubereiten oder vor einer Reise Ihre Koffer packen. Das eine ohne, das andere wahrscheinlich mit einer schriftlich vorliegenden Checkliste.

Sie kennen das von Fliegern. Der Pilot geht systematisch den Abflug-Ablauf durch, beginnend mit dem Check der Technik.

Aber wie können Sie das für Ihren Tagesablauf umsetzen? Zum Beispiel bei Vorhaben, die Sie gerne starten wollen, aber es hindert Sie noch irgendetwas daran.

Für Änderungen unserer Gewohnheiten braucht es etwas Zeit. Circa 30 Tage bis sich die neuen Gewohnheiten manifestiert, also gefestigt haben. Danach ist die ständige Wiederholung nötig, um am Ball zu bleiben. Dann kostet es auch immer weniger Disziplin oder Energie, sie einzuhalten.

Ein Schritt führt zum nächsten

Am besten gelingt es, wenn Sie den ersten Schritt machen, der dann sofort den Weg für den nächsten frei gibt. Und so weiter.

Am Beispiel einer banalen, alltäglichen Tätigkeit lässt es sich gut erklären:

Wer geht schon gerne zum Flaschen- oder Papiercontainer? Aber es muss ja von Zeit zu Zeit sein.

Statt kurz vor dem Verlassen des Hauses daran zu denken. „Ah, ich wollte doch noch die Flaschen mitnehmen. Mist, jetzt habe ich aber gar keine Zeit mehr dafür!“ So wird es dann doch lieber auf das nächste Mal oder den nächsten Tag verschoben. Schade.

Der erste Schritt

Hier hilft der erste Schritt: das Altpapier und die Flaschen schon an der Haustür zu deponieren, oder noch besser: sofort bei einem Gang in den Keller mit hoch  zu nehmen und sofort ins Auto zu bringen.

Wenn die Kisten oder Stapel dann erst einmal im Auto sind, fällt es leichter, den kleinen Umweg zu machen und die 3 Minuten am Container zu investieren. Mehr als 3 Minuten sind es ja meist nicht.

Dasselbe geht für unliebsame Telefonate: Liegt die Telefonnummer erst einmal neben dem Apparat gut sichtbar, greift man schneller zum Hörer, als wenn man diese noch lange heraussuchen muss. Oder unangenehme Briefe: Hat man sich schon einmal ein paar Stichworte oder Sätze notiert, lässt sich ganz einfach der Text ausformulieren.

Ich mache das gerne als letzte Tat vor meinem Feierabend. Dann habe ich am nächsten Morgen gleich eine Grundlage für das weitere Vorgehen.

Umsetzung in eine Zielkette

Eine Umsetzung in eine Zielkette ist nicht immer ganz einfach. Es geht darum, den ganzen Vorgang in kleine, überschaubare und sofort ausführbare Schritte zu unterteilen.

Wenigstens die ersten Schritte. Das sind die wichtigsten. Die nächsten Schritte folgen automatisch aus den vorherigen und führen so zur Zielkette.

Je öfter der Vorgang wiederholt wird, desto besser schleifen sich die Automatismen ein und Sie schaffen sich dadurch Routinen oder Rituale.

Wikipedia beschreibt Routine auch mit Programmierung.

Spannend, oder?

Erfolg führt zu Glückshormonen

Hierbei wird eine ganz einfache Reaktion in uns ausgelöst. Jedes auch noch so kleine Erfolgserlebnis führt zu einer Aktivierung von Glückshormonen. Diese beflügeln uns, weiterzumachen und das Unangenehme zu vergessen.

So können Sie aus unangenehmen Aufgaben beglückende Erfolge erzielt werden!

Die Warum-Kraft

Dahinter steckt die Warum-Kraft, die aus einem vagen Wunsch ein Ziel entwickelt. Ist das Ziel erst einmal definiert, wird durch klar definierte, regelmäßige Handlungen die Umsetzung nicht mehr angezweifelt und einfach durchgeführt.

Nach einigen Wiederholungen wird dieser Prozess wie das morgendliche Zähneputzen automatisch durchgeführt.

Fazit

Wenn Sie es schaffen, unangenehme Aufgaben in kleine Schritte zu unterteilen und „schon mal anzufangen“, folgen die nächsten Schritte meist automatisch.

Eine Zielkette macht sich dies zunutze und schafft durch Wiederholungen automatische Routine, die uns helfen, auch unangenehme Aufgaben durchzuführen und als Erfolgserlebnis zu empfinden.

Welche Zielkette nutzen Sie bereits?

Fotos: Pixabay.com/Annette Kunow

 

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Über Annette Kunow

Mein Name ist Annette Kunow und ich bin Unternehmerin, Künstlerin und Hochschullehrerin a. D.

30 Jahre machte ich nun diesen “Trigat” zwischen Hochschule, Unternehmen und Kunst. Ich schaffte es immer wieder, die Synergien zwischen diesen drei Standbeinen herzustellen.

Nur so funktionierte es: Durch die Tätigkeit in meinem Unternehmen KISP bereicherte ich den Unterricht an der Hochschule in der Technischen Mechanik und im Projektmanagement mit Beispielen aus der Praxis.

In der Kunst kann ich dann meine andere Seite leben. Meine Bilder stelle ich mittlerweile weltweit aus.

Ich kann das alles gut integrieren und möchte keine dieser Seiten missen.

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