7 Tipps gegen Prokrastination

7 Tipps gegen Prokrastination

Ich habe mehrfach im Jahr Anlass zur Prokrastination! Nämlich immer dann, wenn Klausuren und deren Korrektur anstehen.

Es soll ja Menschen geben, die das gerne machen. Ich gehöre aber nicht dazu. Eigentlich ist das nicht eine meiner Lieblingsaufgaben. 🙂

Nun habe ich noch das Glück, immer ganz viele (>100) Klausuren zu haben. Also 100 mal dasselbe ansehen, 100 mal dieselben Fehler, 100 mal dasselbe anstreichen. Da wird die Zeit schon lang. Und das für mehrere Aufgaben, mehrmals im Jahr (2 Aufgaben mal 2 Klausurtermine  mal 100 Klausuren).

Aber ein Trost: Früher waren es noch mehr.

Aller Anfang ist schwer

Am Schwierigsten finde ich den Anfang. Wenn ich mich dann erst mal an meinen Arbeitsstuhl „geschnallt“ habe, beginne ich in der Regel auch unverzüglich zu korrigieren. Wenigsten 1-2 Päckchen.

Nur gute Arbeitsvorbereitung hilft

Am besten gelingt es, wenn ich sofort nach der Klausur anfange.

Zu allererst plane ich mir diese Zeit zur Korrektur vorab in meinem Terminkalender ein, sobald der Termin bekannt gegeben wird. Den Zeitraum kenne ich  ja sowieso. Den Termin der Klausur und drei bis vier Tage blocke ich dann. Wenigstens vor langwierigen, komplexen Terminen.

Dann beginne ich die Arbeitsvorbereitung.

Ich lege den Stapel auf den Esstisch und unterteile ihn in 20ziger Päckchen. Dabei werden schon leere und unvollständige Arbeiten aussortiert. Alles ist vorbereitet:  Die Musterlösungen mit allen Varianten erstellt, die Punkte verteilt, Notenliste vorhanden, quitschpinkfarbener Stift bereitgelegt, Tee gekocht und Lieblingsmusik aufgelegt.

Einfach anfangen

Dann bin ich auch noch neugierig, wie die Klausur ausgefallen ist. Dann schaffe ich vielleicht 3 Päckchen. Nach einiger Zeit lässt dann die Konzentration nach und ich mache eine Pause, gehe mit dem Hund eine Runde oder gieße die Blumen.

Pausen sind Pausen

Ein bis zwei Päckchen halte ich in der Regel gut durch, wenn nichts anderes stört. Ja, das kann sein, dass ich die Musterlösung noch einmal abändern und ergänzen muss, weil die Studis doch eine ganz andere Variante zur Lösung benutzten.

Das bringt dann aus meiner Arbeitsroutine sofort durcheinander. Ich bin aus der Routine raus, habe dann keine Lust mehr und vertage.

Ich mache auch keine anderen Arbeiten dazwischen, wie Emails checken. Das würde mich auf einen ganz anderen Pfad als „Klausuren korrigieren“ bringen.

Erst, wenn ich merke, dass ich unkonzentriert werde oder mich allzu sehr über die Fehler aufrege – die ich ja zuvor tausend Mal erklärt habe – höre ich für´s Erste auf.

Wieder Arbeitsvorbereitung gegen Prokrastination

Das schaffe ich dann ein- bis zweimal am Tag. Danach wird es schwieriger.

Der Haufen will und will nicht kleiner werden.

Aber auch hier ist Arbeitsvorbereitung angesagt. Wenn ich eine Aufgabe korrigiert habe, schlage ich gleich die Seite mit der nächsten Aufgabe auf, damit ich dann dort nicht wieder den Anfang suchen muss.

Und noch ein paar Tricks

Wenn es dann anfängt zäh zu werden, verändere ich die Routine. Zum Beispiel rechne ich nach der Korrektur der letzten Aufgabe sofort die Note aus und trage sie ein. Und freue mich über diesen wachsenden Haufen.

Wenn die Klausur aber schlecht ausgefallen ist, verflüchtigt sich diese Freude sehr schnell wieder und der Frust bekommt Oberhand.

Jetzt muss ich mir etwas anderes ausdenken, um motiviert zu bleiben.

Sich selbst ein Zeitlimit setzen

Wenn alles nicht mehr hilft und die Prokrastination einsetzt,  setze ich einen Klausureinsichtstermin öffentlich an der Pinnwand fest. Damit zwinge ich mich, die Korrektur in einem gewissen Zeitrahmen zu erledigen.

Manchmal setze ich diesen Termin sogar, bevor ich die Korrektur beginne, weil dieser Termin eine Woche Vorlauf braucht, um alle Studis zu erreichen. Dann habe ich ein klares Ziel, ein Muss vor Augen.

Sich als Belohnung etwas Gutes tun

Hier gebe ich ja zu, dass ich diesen Punkt nicht immer befolge. Dann reißt mich oft der Alltag mit all dem Kleinkram und dem Liegengebliebenen mit. Und ehe ich mich versehe, bin ich schon in die nächste Aufgabe vertieft.

Daran übe ich noch. 🙂

Fazit

Gegen Prokrastination helfen diese 7 Tipps

  1. Zeit dafür einplanen
  2. Nicht lange liegen lassen, sondern zügig beginnen
  3. Arbeit gut vorbereiten
  4. Richtige Pausen machen
  5. Immer wieder die Arbeitsvorbereitung prüfen, um Unterbrechungen auszuschließen
  6. Sich selbst ein Zeitlimit setzen
  7. Sich als Belohnung etwas Gutes tun

Was mir beim Korrigieren hilft, hilft mir auch bei anderen monotonen Arbeiten, zum Beispiel beim Bereitlegen und Abheften der Steuerbelege für den Steuerberater oder die Ablage machen.

einfach anfangen!

Welche Routinen habe Sie für welche Arbeiten? Wie sehen diese aus?

Über Ihr Feedback würde ich mich sehr freuen.

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