7 Tipps zum Entrümpeln Teil 2

7 Tipps zum Entrümpeln Teil 2

Entrümpeln ist notwendig. Das wissen wir alle und schleppen uns von Zeit zu Zeit in den zugestellten Keller oder die mit Allerlei besetzte Garage.

Aber jetzt kommt der zweite Teil:

Mentales Entrümpeln

Was ist mit unseren Gedanken, die an allerlei negativen Erinnerungen hängen: Verletzungen, Enttäuschungen oder  der Ärger gestern mit dem Kollegen.

Leider hat dieses „Gerümpel“ auch die Kraft, uns jedes Mal Energie zu entziehen, wenn wir daran denken. Oft gerät es in eine -negative- Gedankenspirale, die uns noch weiter herunterzieht.

Dazu brauchen wir das mentale Entrümpeln. Und das macht uns weit mehr Probleme.

Auch hier gilt:

Einen festen Rhythmus für´s Entrümpeln schaffen!

Hier müssen Sie tief in sich hineinhorchen und die unschönen Erlebnisse noch einmal ansehen – und dann Loslassen.  Ein paar Methoden helfen dabei.

Menschenkreis aufstellen

Ich definiere einen großen Kreis und markiere die Mitte. Das bin ich. Jetzt überlege ich, welche 10 Menschen mir im Moment nahe sind.

Das können Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn oder Arbeitskollegen sein. Ich definiere jetzt meine Bindung und Nähe zu Ihnen, in dem ich sie mit einem Abstand von mir in den Kreis herein stelle oder auch nicht.

Diesen Kreis kann ich dann immer wieder ansehen und auch Personen von mir entfernen, die mich geärgert haben. Das ist ein herrliches Reframing, wie der Gewitterbalken, an dem ich aktiv werden und anderen meine Stimmung mitteilen kann.

Gewitterbalken

Gewitterbalken

Tagebuch schreiben

Vielleicht denken Sie beim Wort “Tagebuch” an Jungmädchenträume. Da unterschätzen Sie dieses Instrument aber gewaltig!

Durch das schriftliche Aufschreiben der Gedanken können unsere Gedanken sich frei entfalten und wir bekommen den Kopf wieder frei. Danach sind unsere Gedanken geordnet.

Julia Cameron sagt, man solle jeden Tag 3 Seiten schreiben. Nach 1 ½ Seiten geht es in die Tiefe und führt zu sich selbst.

Wer Anfänger ist, kann diese Seiten ruhig mit “Ich weiß nicht, was ich schreiben soll.” füllen. Es funktioniert trotzdem und nach einiger Übung sowieso. Auch die Sprache zu sich selbst entwickelt sich mit der Zeit.

Wenn ich sehr viel zu tun habe und völlig aus meinem Rhythmus gekommen bin, schreibe ich, um wieder eine Struktur in meinem Denken zu bekommen. Dabei schreibe ich alles auf, was mir in den Sinn kommt: Nebenbei entsteht eine To-Do-Liste, die manchmal mehrere Seiten umfasst und später erst priorisiert wird.

Wenn dann alles, was passiert ist, alles, was mich beschäftigt hat, raus ist, Ist die mentale Entrümpelung beendet. Ich kann wieder klar denken.

Eher selten, aber manchmal notwendig, mache ich eine solche Session nachts im Bett, wenn ich eh nicht schlafen kann und mich mit etwas herumschlage. Es sind sehr gemütliche, friedliche Erinnerungen.

Aber am liebsten schreibe ich nach dem Frühstück mit einer Kanne Tee, meiner Lieblingsmusik und ein paar brennenden Kerzen. Aber da findet jeder seine eigene Form.

Mentales Training, Entspannungsübungen oder Meditation

Jetzt höre ich sofort einige von Ihnen sagen,“Das klappt bei mir sowieso nicht!“

Das habe ich anfangs auch gesagt, aber mit der Zeit wird es besser und jetzt kann ich in dieser Zeit bei mir bleiben.

Ich betreibe seit etwa einem dreiviertel Jahr MBSR (Stressbewältigung durch Achtsamkeit) und übe noch. Noch fällt es mir schwer, still zu sitzen und meine Affen im Kopf krakelen herum und sagen mir, was ich noch zu tun habe.

Aber Affen haben wir alle! Es geht darum immer wieder in die eigene Mitte zu kommen. Laufen haben wir ja auch nicht an einem Tag gelernt!

Sport wie Joggen oder Bogenschießen

Auch Sport hilft, zu entspannen und den Kopf frei zu bekommen. Ich jogge nicht, aber eine lange Wanderung am Meer ist für mich ein wirklich mentales Entrümpeln. Und natürlich der tägliche Hundegang mit Lotta!

Malen oder Musizieren

Für mich ist Malen wie autogenes Training. Ich versinke völlig und vergesse Zeit und Raum. Für viele ist es genauso, wenn sie musizieren. Dabei schalten sie komplett ab. Eine Super-Entrümpeln.

Bereiche einzeln entrümpeln

So wie beim materiellen Entrümpeln die einzelnen Schränke oder Schubladen getrennt in Angriff genommen werden, werden die einzelnen Themen beim mentalen Entrümpeln auch am Besten getrennt voneinander entrümpelt: Glaubenssätze, Vorurteile, Gedanken, Kontakte oder Probleme.

Vielleicht hilft Ihnen auch eine Freundin oder ein Freund dabei. Wenn Sie alleine sind,  hilft wieder Schreiben. Einfach alle Dinge zum Thema auflisten und sichtbar machen. Danach durch Übungen abarbeiten. Zum Beispiel, indem wir genau das Gegenteil hinschreiben.

Fazit

Ordnung im Kopf wirkt harmonisierend auf unser Unterbewusstsein. Mentales Entrümpeln schafft Ordnung in unseren Gedanken.

Diese Ordnung setzt ungeahnte Energien frei und ein aufgeräumter Kopf  denkt klar. Das ist wichtig, wenn es um Entscheidungen geht oder wenn wir Neues entwickeln wollen.

Welche mentalen Methoden zum Entrümpeln haben Sie?

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