Die unterschätzte Macht der Pause

Die unterschätzte Macht der Pause

Unser Gehirn wird in jeder Sekunde mit rund 400.000 Sinnesreizen regelrecht bombardiert. So nimmt die Konzentrationsfähigkeit natürlich mit der Zeit ab. Deshalb sind Pausen wichtig.

Die kreative Pause

Aktives, aufmerksames Zuhören ist für effektives Verhandeln eine Verpflichtung. Der Besprechungsleiter muss die anderen zu Wort kommen lassen. Wenn er über 50% der Zeit selbst redet, hört er eindeutig nicht genug zu.

Zum aktiven Zuhören gehört auch das Respektieren stiller Pausen. Die neuen Eindrücke müssen erst verarbeitet werden, bevor eine Fortsetzung sinnvoll ist. Keiner sollte der Versuchung unterliegen, diese kreativen Pausen mit Reden auszufüllen.

Zum Beispiel darf eine Brainstorming- Sitzung nicht zu früh beendet werden. Wenn die Ideenflut abschwillt, ist eine kurze (Denk-) Pause nützlich. Danach kann das Brainstorming wieder aufgenommen werden.

In diesen Pausen werden die Inhalte sortiert. Je nach Wahrnehmungssystem (visuell (Auge), auditiv (Ohren), kinästheisch (Fühlen), olfaktorisch (Nase), gustativ (Schmecken)) müssen sie erst für den richtigen Wahrnehmungsfilter “übersetzt” werden. Das dauert ein bisschen.

Pausen zur Regenerierung

Viele Arbeitsmethoden, zum Beispiel das Pomodoro- Prinzip schlagen nach jeder Konzentrationsphase eine kurze Pause zur Regeneration vor. Sie dient der Erholung des Gehirns. Aber auch der Nackenmuskulatur und der Augen.
Aufstehen, um sich einen frischen Kaffee zu holen, in die Weite schauen, eine Lieblingsmusik hören, auch eine Kurzmeditation können dabei wahre Wunder wirken.

Fähigkeit, sich ohne Pause konzentrieren zu können
Die Fähigkeit, sich ohne Pause konzentrieren zu können, steigt übrigens mit zunehmendem Alter. So kann sich ein Erstklässler rund 15 Minuten am Stück, ein 25-Jähriger schon auf 45 Minuten konzentrieren. Leider steigt sie aber nicht linear!

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