Gastbeitrag: Sabbatjahr: Ideen für die Auszeit

Als Christine Schmitz von natucate.com mir anbot, einen Gastartikel „Sabbatjahr: Ideen für die Auszeit“ zu schreiben, war ich erfreut noch andere Varianten zu meinen Beispielen im letzten Artikel zu bekommen. Hier ist Christine Schmitzs Artikel. Viel Spaß beim Lesen — und vielleicht ist eine Auszeit in der Natur ja auch das richtige für Sie!

 

Die Planung eines Sabbatjahres erfordert Zeit. Ganz zu Anfang stellt sich die Frage: Was möchte ich während meiner Auszeit überhaupt machen? Hierbei stehen die unterschiedlichsten Möglichkeiten offen. Im Folgenden finden Sabbaticalinteressierte eine Zusammenstellung an Ideen, die für die Antwortsuche auf die Frage, wie die ganz persönliche Auszeit aussehen soll, Inspiration liefern können:

Auf Reisen gehen

Reisen stellt eine der beliebtesten Gestaltungsmöglichkeiten für das Sabbatjahr dar – egal, ob allein oder mit Partner, nah oder fern oder sogar gleich eine ganze Weltreise. Die große Distanz zum Berufsalltag ermöglicht es, abzuschalten, gleichzeitig jedoch neue Kulturen und Menschen kennenzulernen und so den persönlichen Horizont zu erweitern.

Neues lernen

Gezielte (Weiter-) Bildung ist in vielen Fällen eine sinnvolle Motivation für die Auszeit. Diese kann auf beruflicher wie auch auf persönlicher Ebene erfolgen. Eine Auszeit erweist sich oftmals als perfekter Zeitpunkt, um etwas Neues anzufangen: Eine neue Sprache oder ein Musikinstrument lernen, einen Tanzkurs besuchen – oder vielleicht sogar eine Rangerausbildung im südlichen Afrika absolvieren?!

Ein persönliches Projekt in Angriff nehmen

Oftmals wird die Inangriffnahme persönlicher Projekte dem Beruf untergeordnet. Ob Hausbau, Buch schreiben oder Marathontraining – wer ein Sabbatical einlegt, kann sich diesem einen Traumprojekt nun gänzlich widmen.

Zeit mit der Familie verbringen

Zeit mit der Familie verbringen – gerade bei Menschen mit zeitintensiven Berufen kommt dies oft viel zu kurz. Ein Sabbatjahr gibt die Möglichkeit, endlich wieder mehr mit den wichtigsten Menschen zu unternehmen. Insbesondere frisch gebackene Eltern nutzen ein Sabbatical gerne, um ihrem Kind in den ersten Lebensmonaten ganz besonders nah zu sein.

Doch auch Anlässe wie die häusliche Pflege eines Familienangehörigen bedürfen einer Auszeit, denn häufig ist es in einem solchen Fall nicht mehr möglich, Beruf und Pflegetätigkeit parallel zueinander auszuüben. Ein Sabbatjahr kann hier Abhilfe verschaffen.

Den Alltag entschleunigen

Stress, Hektik, ständige Erreichbarkeit und ein Hamsterrad, das sich dreht und dreht – im schlimmsten Fall droht hier ein Burn-out und es wird Zeit, die Notbremse zu ziehen. Ein Sabbatical kann dabei Raum für Entschleunigung und Erholung bieten. Die Optionen, die Ruhe in einen rastlosen Alltag bringen können, sind vielfältig: Ein Gang ins Kloster, Wallfahrten oder das Bewandern eines Pilgerwegs. Der Stress rückt in den Hintergrund und die Energiereserven werden neu aufgeladen. Entschleunigung – gerade in einer Arbeitswelt, in der ständige Erreichbarkeit vorausgesetzt wird – bietet außerdem ein sogenannter ‚Digital Detox‘, also der gezielte Verzicht auf sämtliche Medien und Bildschirme und damit das vollkommen analoge Erleben seiner Freizeit.

Freiwilligenarbeit, Wwoofing, Work & Travel

Freiwilligenarbeit

Die Freiwilligenarbeit, sowohl im In- als auch Ausland, ist eine beliebte wie auch sinnvolle Möglichkeit zur Gestaltung eines Sabbatjahrs. Der unentgeltliche Einsatz kann dabei in Bereichen wie Schule und Bildung, Gesundheit und Soziales, Bau und Infrastruktur oder Natur-, Tier- und Umweltschutz erfolgen. Als Volunteer leistet man nicht nur Gutes für die Allgemeinheit, sondern knüpft gleichzeitig interessante Kontakte und erwirbt wertvolle Fertigkeiten und Kenntnisse.

Wwoofing

Eine besondere Form der Freiwilligenarbeit stellt Wwoofing dar. Dabei werden freiwillige Helfer durch die Organisation Wwoof (World Wide Opportunities on Organic Farms) an ökologische und biologische Landwirtschaftsbetriebe weltweit vermittelt. „Gezahlt“ wird mit dem eigenen Arbeitseinsatz, kostenlose Verpflegung und Unterkunft werden im Gegenzug gestellt.

Work & Travel

Wer möglichst viel von einem Land sehen möchte, aber nicht ausreichend finanzielle Mittel zum ‚gewöhnlichen Reisen‘ besitzt, findet mit Work & Travel eine weitere kostengünstigere Alternative. Der Clou: Beim Work & Travel verdient man unterwegs das Reisegeld dazu. So wird ermöglicht, einen authentischen Einblick in Land und Kultur zu erhalten und dennoch Unabhängigkeit und Flexibilität zu bewahren. Aber Achtung: Das Höchstalter für ein Work & Travel-Visum liegt abhängig vom Zielland bei 30-35 Jahren.

Fazit

Der erste Schritt ist getan und das Sabbatjahr ist vom Arbeitgeber genehmigt. Nun geht es los mit der Planung: Wohin und Was möchte ich machen und erleben? Es gibt viele Möglichkeiten ein Sabbatjahr zu gestalten und natürlich ist dies abhängig von den Interessen der einzelnen Person: Weiterbildungskurse, Freiwilligenarbeit, Work&Travel oder einfach die Seele baumeln lassen – Je nach dem was Sie während Ihrer Auszeit verwirklichen wollen, sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt.

 

 

Die Aachener Agentur NATUCATE kreiert und organisiert Sabbaticals, verbunden mit dem freiwilligen Einsatz in Natur- und Artenschutzprojekten sowie der Teilnahme an naturnahen Aus- und Weiterbildungskursen. Die Agentur berät und betreut Interessenten umfassend und stellt aus ihrem vielfältigen Programmportfolio schrittweise ein individuelles, auf die persönlichen Wünsche abgestimmtes Sabbatjahr zusammen. Weitere Informationen finden Sie online unter: https://www.natucate.com/sabbatjahr/.

 

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About Annette Kunow

Annette Kunow zu Prokrastination überwinden

Mein Name ist Annette Kunow und ich bin Hochschullehrerin, Künstlerin und Business Coach.

Seit über 30 Jahren mache ich nun diesen „Trigat“ zwischen Hochschule, Unternehmen und Kunst. Ich schaffe es immer wieder, die Synergien zwischen diesen drei Standbeinen herzustellen.

Nur so funktioniert es: Durch die Tätigkeit im Unternehmen bereichere ich den Unterricht an der Hochschule mit Praxis.

In der Kunst kann ich dann meine andere Seite leben. Meine Bilder stelle ich mittlerweile weltweit aus. Ich möchte keine dieser Seiten missen.

 

Text: Christine Schmitz

Bildnachweis: natucate.com

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