Verletzungen-So geht Kommunikation bei Neid

Verletzungen – So geht Kommunikation bei Neid

Ist das Neid – oder was?

Bestimmt kennen Sie da auch, dass Sie während eines Gesprächs mit Bekannten unvermittelt negative Gefühle entwickeln oder sich verletzt fühlen. Ist das Neid – oder was?

Das kann sein, weil sich jemand anmaßt, ihnen unaufgefordert Ratschläge zu geben. Die Bekannte, die Sie zum Essen einlädt und Ihnen zur Begrüßung sagt: „Bist Du aber dick geworden!“ Nicht nur, dass das niemand gerne hört, es ist ausgesprochen verletzend. Und haben Sie dann noch Lust zu essen? 🙁

Oder etwas, dass Sie tatsächlich mal in einem anderen Zusammenhang gesagt haben, zum falschen oder unpassenden Augenblick oder nur halb richtig wiederholt, beziehungsweise wiedergegeben wird, sodass es missverstanden werden kann.

Anmaßung

Hier geht es um Anmaßung. Der Begriff kommt aus dem systemischen Coaching und bedeutet, dass sich jemand in etwas einmischt, das ihn/sie gar nichts angeht oder um das er/sie nicht gefragt wurde.

Anmaßung kann sein, dass mir die Bekannte etwas ungefragt sagt  oder mich ungefragt beurteilt.

Das sind oft Menschen, die stolz drauf sind, dass sie immer sagen, was sie denken. Ich denke, die hat jeder in seinem Umfeld. 🙂

Ich bin schon lange der Überzeugung, dass so etwas keine besonders intelligente Leistung ist! 🙂

Aber es kann jeder andere Ratschlag sein, der ungefragt ausgeteilt wird.

Ratschläge sind auch Schläge

Sie wissen ja, Ratschläge sind auch Schläge!

„Ich meine es ja nur gut.“ Das kann schon sein, aber dieses Gute muss nicht immer gut für die Betroffene oder den Betroffenen sein.

Ich las letztens den Spruch:

schlecht

schlechter

gut gemeint

Wow! Das trifft es!

Denn die Betroffenen wissen oft sehr genau, was sie wollen oder was sie tun sollten.

Denn hier ist immer auch zu hinterfragen, ob die Person etwas tut oder nicht tut, weil er/sie

  • es nicht kann,
  • es nicht will oder
  • es nicht darf.

Ich kann nicht

Bei „Ich kann nicht“ geht es um den Trainingsbereich. Die Person kann üben, lernen und trainieren, natürlich auch mit Rollenspielen oder anderen Methoden. Hier ist die Abfolge: Wissen führt zum Können, das wiederum führt zum Handeln.

Ich will nicht

„Ich will nicht“ zeigt dagegen, dass es (im Moment) keinen Sinn für die Person macht, ihr keinen Vorteil bringt. Hier kann auf Coaching-Ebene die Einstellung gegenüber der negativen Haltung geändert werden.

„Ich darf nicht“

Die tiefste Ebene ist „Ich darf nicht“. Hier erlaubt das System etwas nicht. Zum Beispiel fährt man in Deutschland nicht über eine rote Ampel, in einigen anderen Ländern würde nie jemand nachts 5 Minuten an einer roten Ampel geduldig warten, während die Straße menschen- und autoleer ist.

In gleicher Weise werden viele andere, nicht bewusste Prozesse gelebt, die zum Beispiel im Elternhaus geprägt werden. Diese werden dann auch in Unternehmen mit Kollegen gelebt.

In allen Fällen gilt es, sich erst die Erlaubnis einzuholen, um ihm zu helfen. Das ist im Coaching notwendig.

Fallbeispiel „Die Person darf nicht“

Ein junger Mann kann eine Festanstellung, mindestens aber für 6 Jahre, bekommen, wenn er bis zu einem Stichtag sein Dissertations-Verfahren erfolgreich durchgeführt hat. Seine Doktorarbeit war schon vor zwei Jahren nahezu fertig. Er gibt vor, keine Zeit zu haben, als sein Doktorvater ihm vorschlägt, eine Woche Urlaub für die Fertigstellung zu nehmen. Fachlich ist er brillant und muss die Doktorprüfung nicht scheuen.

Eine Arbeitshypothese könnte hier sein, dass das System ihm nicht erlaubt, in eine andere Gesellschaftsschicht aufzusteigen. Vielleicht lehnte seine Familie „die Studierten“ ab, vielleicht hatte sein Vater einen Aufstieg nicht geschafft? Diese und andere Thesen müssen geprüft werden.

Aber wie ist es nun mit den anderen Verletzungen, auf die Sie heftig reagieren, obwohl es wahrscheinlich nur die Selbstoffenbarungen des Senders sind.

4-Ohren-Modell von Schulz von Thun

Hier muss mal wieder das 4-Ohren-Modell von Schulz von Thun herhalten.

Im Bild 1 wird das Vier-Ohren-Modell von Schulz von Thun, die Inhalte einer Nachricht vom Sender oder Empfänger. Jede Nachricht hat also vier verschiedene inhaltliche Aspekte (Bild 2) für den Sender und den Empfänger.

  • Sachebene
  • Selbstoffenbarung
  • Beziehung
  • Appell

Je nach unseren Erfahrungen mit dem Gegenüber und anderen Personen, neigen wir in einem bestimmten Muster auf seine/ihre Nachrichten zu reagieren. Damit sind oft Konflikte vorprogrammiert.

Vier Ohren Modell

Bild 1 Vier-Ohren-Modell; Sowohl als Sender als auch als Empfänger

Sachebene: Worüber ich Dich informiere.

Auf der Sachebene wird die reine Information kommuniziert, die die Nachricht enthält. Es geht hierbei um Fakten und Daten. Der Empfänger entscheidet auf dieser Ebene, ob der Sachinhalt wahr/unwahr oder relevant/irrelevant ist und ob die Information ausreicht.

Selbstoffenbarung: Was ich von mir offenbare.

Jeder, der kommuniziert, gibt auch etwas über sich selbst preis. Deshalb enthält die Äußerung des Senders auch eine Information, die auf seine Gefühle, Werte, Ansichten sowie Bedürfnisse hinweist. Diese Selbstoffenbarung kann deutlich (explizit) durch eine Ich-Botschaft oder versteckt (implizit) gesagt werden.

Beziehung: Wie ich zu Dir stehe, was ich von Dir halte.

Hier zeigt der Sender, wie er zum Empfänger steht und was er von ihm hält. Das wird über die Art und Weise, etwas zu sagen, und die konkreten Formulierungen deutlich. Hier kommt die Körpersprache hinzu: Mimik, Gestik und Tonfall u. a. m.

Auch die Beziehungsebene kann versteckt oder direkt sein. Der Empfänger hört die Nachricht auf dem Beziehungsohr und fühlt sich wertgeschätzt, gedemütigt, geachtet, missachtet, respektiert oder abgelehnt.

Appell: Was ich von Dir will.

Hier sagt der Sender, was er vom Empfänger will und was er erreichen möchte. Es können Wünsche, Appelle, Ratschläge oder Anweisungen sein, die entweder offen oder verdeckt ausgesprochen werden. Der Empfänger der Nachricht fragt er: Was soll ich jetzt (nicht) tun?

Beispiel

Bild 2 Vier-Ohren-Modell von Schulz von Thun; Inhalte einer Nachricht vom Sender zum Empfänger

Hier kommt auch die Kommunikationstheorie von Paul Watzlawick zu tragen.

Kommunikationstheorie von Paul Watzlawick:
Die fünf Axiome der Kommunikation

Paul Watzlawick hat die Kommunikationstheorie entwickelt, die auf den fünf Axiomen der Kommunikation beruht.

Definition: Ein Axiom ist ein Grundsatz, dessen Richtigkeit unmittelbar einleuchtet bzw. der keines Beweises bedarf und gegebenenfalls erweitert wird (zum Beispiel das Newtonschen Axiome wurden durch Albert Einstein durch die Relativitätstheorie erweitert).

  • Man kann nicht nicht kommunizieren
  • Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt
  • Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung
  • Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten
  • Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär

Man kann nicht nicht kommunizieren

Kommunikation kennt kein Gegenteil. Wir können nicht Nicht-Kommunizieren, jedes Verhalten wird als Kommunikation interpretiert. Nichtverhalten geben es nicht.

Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt

Im Zweifelsfall gilt die nonverbale Botschaft. Wenn die Kommunikation auf der verbalen und der nonverbalen Ebene nicht kongruent ist, also übereinstimmt, wird der nonverbalen Aussage größeres Gewicht als der verbalen Aussage beigemessen.

Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung

Die empfangene Botschaft ist gültig. Nicht was gesendet, sondern was empfangen wird, bestimmt den weiteren Verlauf der Kommunikation. Dem Empfänger steht die gesendete Botschaft nicht zur Verfügung.

Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten

Zum Beispiel, wenn jemand etwas nicht verstanden hat, kann er/sie sich digital mitteilen, indem er/sie es sagt, zum Beispiel: „Dies habe ich jetzt nicht verstanden.“, oder aber analog, indem er/sie etwa die Stirn runzelt oder mit dem Bein wippt.

Da die analoge Kommunikation mehrdeutig ist, kann sie auf sehr unterschiedliche Weise interpretiert werden.

Wenn in einer Beziehung nur die eine Art der Kommunikation vorherrscht, also fast nur digital oder fast nur analog, kann es zu Störungen kommen.

Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär

Komplementär bedeutet, dass die Kommunikationspartner unterschiedlich sind und sich ergänzen, wie Lehrer und Schüler.

Symmetrisch bedeutet, dass die Kommunikationspartner möglichst gleich sind oder Gleichheit anstreben. Dies kann zu einem Wettstreit der Kommunikationspartner führen.

In einer starren komplementären Beziehung besteht die Gefahr, dass sich eine Abhängigkeit entwickelt. Zum Beispiel die Mutter, die das Erwachsenwerden ihrer Tochter nicht akzeptiert. Sie behindert die Entwicklung der Tochter zu einer eigenständigen Persönlichkeit. Vielleicht entwickeln sie sogar eine schwere Krankheit, um der geliebten Mutter/der geliebten Tochter zu erlauben, für sie ein Leben lang zu sorgen.

Nur bei Beachtung dieser Prinzipien gelingt die Kommunikation ohne Konflikte.

Besonders die dritte Regel „Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung„ ist für die tägliche Verständigung immens wichtig. Jeder Mensch hat seine eigenen „Geschichte“ und sollte sich deshalb im Klaren sein, dass seine Aussagen vom Gegenüber auch anders verstanden werden könnten.

Selbstoffenbarung: Was ich von mir offenbare

Zu erkennen, dass es die Selbstoffenbarung des Gegenübers ist, hilft besonders dann, wenn eine Botschaft verletzend oder irritierend empfunden wird.

Ein Sammler von mir wollte nach der Ausstellung noch mehr Bilder von mir sehen und begleitete mich in mein Atelier. Ich schloss die Tür auf und er überholte mich augenblicklich und liefe durch alle Räume.

Verblüfft stand ich immer noch an der Eingangstür, als er von seinem Ausflug zurückkommt. „Du bist ja gar nicht chaotisch“!

Ich war ziemlich entsetzt, dass er mich als chaotisch bezeichnet, denn ich hatte die Botschaft mit meinem Beziehungsohr gehört (was ja Frauen gerne tun!).

Eine befreundete Psychologin beruhigte mich. „Nein, wahrscheinlich hat er angenommen, Du muss chaotisch sein, weil Du so viele Dinge parallel machst. Und dementsprechend müsste Dein Atelier aussehen. Es war seine Befürchtung, die er hier äußerte,“

Puh!

Verletzungen

Aber was ist, wenn jemand zum unpassenden Zeitpunkt oder in unpassender Umgebung mit etwas herausplatzt, dass ihm zu einem anderen Zeitpunkt und vielleicht in einem anderen Kontext anvertraut hat?

Oder einfach den Finger immer wieder in alte Wunden steckt?

Das kann ein Ausrutscher sein. Okay.

Aber, wenn es wiederholt vorkommt, dann sollten Sie sich von dieser Person trennen. 🙂

Zwar wird gesagt, dass jedes Feedback ein Geschenk des Gegenübers ist und so angenommen werden sollte.

Aber das ist kein Feedback.

Feedback bezieht sich immer und ausschließlich auf aktuelle, tatsächliche Handlungen und konkrete Ergebnisse.

Definition: Der Feedback-Bogen

Handlung Erwartung Wunsch Alternative Zukunft
Die beobachtete Handlung wird beschrieben. Die Person wird gefragt, ob dies das von ihr erwartete Ergebnis war. Die Person wird gefragt, was das gewünschte Ergebnis gewesen wäre. Die Person sucht selbst nach verschiedenen alternativen Handlungsweisen, um das gewünschte Ergebnis in Zukunft zu erreichen. Die Person entscheidet, auf welche Art in Zukunft in ähnlichen Situationen vorgegangen werden soll. Das kann auch als Test auf einen Zeitraum befristet sein.

 

Beziehungsebene

Der Sender der Botschaft  möchte dem Empfänger auf der Beziehungsebene zeigen, wie er/sie zum Empfänger steht. Natürlich gilt auch in der Beziehungsebene, dass darin eine Aufforderung enthalten ist: „Sag das nicht so oder verhalte Dich nicht so, denn irgendwann war es einmal anders.“

Neid und Eifersucht

Neid, die Nummer sechs der sieben Todsünden – und definitiv die einzige, die keinen Spaß macht: Was steckt hinter diesem Gefühl, das sich niemand gern eingesteht?

Als ich zu diesem Thema recherchierte, fand ich gleich zu Anfang diese beiden Sprüche:

Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist Neid.

Wilhelm Busch.

Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich verdienen.

Robert Lembke

Ha, das hat bei mir ein Reframing (NLP: das Bild anders rahmen) bewirkt und mir geholfen. 🙂

Das begehrte Gut ist im Besitz des anderen. Der Neider muss mit der Tatsache fertig werden, dass er dieses Gut nicht hat oder bekommen kann.

Aber genau dieser Neid wird von der Werbung genutzt. Er heizt den Konsum an: Das neueste Handy, vielleicht noch von einer bestimmten Marke, oder das neueste Automodell werden auf Basis des Gefühls Neid deutlich besser verkauft. Hier wird es (für die Werbenden) positiv eingesetzt.

Der feindselige, schädigende Neid ist vielfältig und hemmt im (Berufs-) Alltag die Kreativität, sorgt für Spannungen und inneren Rückzug. Da es oft versteckt und nicht offen ausgetragen wird, weil es dem Neider vielleicht selbst gar nicht so klar ist, beschäftigt es den Betroffenen sehr.

Im Unterschied zum Neid ist bei Eifersucht das begehrte Gut, zum Beispiel der Partner bereits im Besitz des Eifersüchtigen und sie/er glaubt, er/sie muss diesen Besitz verteidigen.

Ein stabiles Selbstbewusstsein schützt vor Neid

Neid macht einsam, und höchstwahrscheinlich macht er auch krank. Kurzfristig kann Neid die Konzentration und Merkfähigkeit erhöhen, langfristig wirkt sich Neid aber negativ aus.

Untersuchungen ergaben, dass Menschen, die mit dem Gefühl aufwachsen, immer zu wenig zu bekommen, eher zu Neidgefühlen tendieren.

Ein stabiles Selbstbewusstsein schützt vor Neid. Wenn zum Beispiel die schulische Leistung das wichtigste Anerkennungskriterium in der Familie ist und alle Geschwister an einem Familienmitglied gemessen werden, lerne die anderen, dass sie in ihrer Einzigartigkeit und mit ihren eigenen Fähigkeiten nicht ausreichen. Die Kriterien der Anerkennung sind für sie unerreichbar. Das ist eine typische Ausgangssituation für Neid.

Das Gefühl Neid nicht unterdrücken, sondern analysieren

Wer das Gefühl Neid unterdrückt wird, gibt seiner Unzufriedenheit Nahrung.

Lassen Sie den Neid zu! Finden Sie heraus, warum Sie neidisch reagieren und was das genau über Sie aussagt.

Sie haben Ihr Leben selbst in der Hand. Sie können sich immer mit denen vergleichen, die reich er, dünner, schöner, etc. Oder Sie schauen auf sich und erkennen an, was Sie selbst erreicht haben und worauf Sie stolz sein können.

Neid ist auch immer ein Weck-Ruf. Dann stellen Sie sich diese Fragen

  • Mit wem vergleiche ich mich jetzt?
  • Woran hängt mein Herz?
  • Ist das wirklich wichtig für mich?
  • Kann ich meine Zufriedenheit auch anders erlangen?

Zur Bewältigung gehört auch der Perspektivenwechsel: Mein Nachbar hat dieses riesige Haus und verdient scheinbar viel Geld, dafür muss er aber auch rund um die Uhr schuften. Wäre mir das das wirklich wert?

Schneewittchen und die sieben Zwerge

Das Märchen der Gebrüder Grimm „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ zeigt diese negative Seite des Neids.

Das Märchen zeigt exemplarisch, welche Wege und wie weit unversöhnlicher Neid gehen kann. Und es zeigt, dass eine Person, die das begehrte Gut nicht oder nicht mehr erreichen kann, alles daransetzt, dass es auch der beneideten Person nicht gut geht.

Neid fällt auf den Neidischen selbst zurück

Aber das Märchen lehrt auch, dass Neid auf den Neidischen selbst zurückfällt.

Die Königin, Schneewittchens Stiefmutter, befragt den Spiegel eitel, wer im Land die Schönste sei. Sie erhält von ihm immer wieder die Antwort, dass sie sei die Schönste hier. Allerdings sei Schneewittchen noch tausendmal schöner als sie.

Nach dem ersten Mal lässt die Stiefmutter das Mädchen im Wald aussetzen. Die Zwerge nehmen Schneewittchen auf.

Nach dem zweiten Mal versucht die Königin, Schneewittchen mit einem Schnürriemen zu erdrosseln. Die Zwerge retten ihr wieder das Leben.

Nach dem dritten Mal soll ein vergifteter Kamm das Mädchen töten. Die Zwerge retten Schneewittchen erneut.

Die Königin schwört: „Schneewittchen soll sterben und wenn es mein eigenes Leben kostet!“

Erst der vierte Versuch, Schneewittchen nach dem Leben zu trachten, gelingt der Königin, indem sie Schneewittchen überzeugt, die Hälfte eines von ihr eigenhändig vergifteten Apfels zu essen.

Danach gibt der Spiegel die erwünschte Auskunft, dass die Königin allein die Schönste im ganzen Land sei. „Da hatte ihr neidisches Herz Ruhe, so gut ein neidisches Herz Ruhe haben kann.“

Aber genau diese Ruhe im Herzen währt nicht lange. Ein Prinz kommt am Haus der Zwerge vorbei und verliebt sich in das dort aufgebahrte Mädchen und rettet sie. Schneewittchen erwacht und verliebt sich ebenfalls. Das Paar verkündet, alsbald zu heiraten.

Während der Vorbereitungen zur Hochzeit, zu der auch sie eine Einladung bekommen hat, hört die Königin erneut vom Spiegel, Schneewittchen sei noch tausendmal schöner als sie.

Voller Wut macht sie sich auf den Weg zum Fest. Dort stehen schon die eisernen Pantoffeln für sie bereit, in denen sie zur Strafe so lange über glühenden Kohlen tanzen muss, bis sie tot zusammenbricht.

Fazit

Bei Neidattacken ist es erst einmal notwendig, sich selbst einzugestehen, dass Sie verletzt werden. Das heißt nicht, dass Sie sofort kontern müssen. Manchmal ist Schweigen sogar besser.

Wichtig ist aber, sich in dieser Situation klar zu machen, was genau in dieser Situation passiert ist: Mit Ihnen und mit dem Gegenüber.

Es hilft mit einer gewissen Distanz auf die Verletzung zu reagieren und sogar, sich selbst weiterzuentwickeln. Denn jede Aussage enthält auch immer eine Selbstoffenbarung: von Ihnen und von Ihrem Gegenüber!

 

 

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About Annette Kunow

Annette Kunow zu Prokrastination überwinden

Mein Name ist Annette Kunow und ich bin Hochschullehrerin, Künstlerin und Business Coach.

Seit über 30 Jahren mache ich nun diesen „Trigat“ zwischen Hochschule, Unternehmen und Kunst. Ich schaffe es immer wieder, die Synergien zwischen diesen drei Standbeinen herzustellen.

Nur so funktioniert es: Durch die Tätigkeit im Unternehmen bereichere ich den Unterricht an der Hochschule mit Praxis.

In der Kunst kann ich dann meine andere Seite leben. Meine Bilder stelle ich mittlerweile weltweit aus. Ich möchte keine dieser Seiten missen.

 

Bildnachweis: Kunow

4 Comments
  • Jürgen Ernst Kroll
    Posted at 12:44h, 14 Mai Antworten

    Neid ist das chaotisch verdrehte deiN.
    Deins erscheint mir besser als Meins.
    Ein Denkfehler, der auf mangelnder Information beruht!
    Denn hätte ich deins, dann müsste ich auch dein Leben übernehmen an dem es hängt.
    Aber was das bedeutet wird oberflächlich bis gierig unterschätzt …

    • Annette Kunow
      Posted at 14:05h, 14 Mai Antworten

      Leider verletzt es aber.

  • Daniel W. OUEDRAOGO
    Posted at 12:27h, 21 Mai Antworten

    Danke für Ihren Interessanten Beitrag zu diesem oft tabuisiertes Thema, das Familien, Unternehmen und die Gesellschaft unterschwellig zerstört !
    Sicherlich ist Neid keineswegs ein guter Begleichter weder im privaten als auch im beruflichen Leben.
    Kann es aber sein, dass oft „das System“ zu Neid treibt ? Man wird ständig mit anderen (oberflächlich) verglichen. Es wird oft suggeriert, dass man erst „OK“ ist, wenn man das gleiche wie allen anderen hat, oder es wie die anderen macht…
    Man ist getrieben immer auf anderen zu blicken und nciht auf sich selbst, seine Stärke und Talente geschweige sie aufzubauen.
    Daher bin ich völlig einverstanden, dass die beste Waffe gegen Neid, das Selbstbewusstsein ist.
    „Gnothi Seautón“ – „Erkenne dich selbst“ ist das Mentra !

    • Annette Kunow
      Posted at 13:18h, 21 Mai Antworten

      Lieber Daniel,
      genau!
      selbstbewusste Menschen lernen, sich auch mal vom Mainstream abzusetzen. Das hilft sehr!

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